Frau Holle meinte es hinsichtlich der Schneetage 2018 im Dezember mit der Berufsschule Aarau (bsa) und der Schule für Gestaltung (sfga) noch gut. Anhaltende Schneefälle liessen die Schneesportlerherzen höher schlagen. Dass es schlussendlich eine der turbulentesten Schneetagewochen der bisherigen 19 Austragungen werden würde, verdanken wir den stürmischen Tiefdruckgebieten Evi und Frederike. Sie machten auch vor dem Skigebiet Engelberg nicht ganz halt. Nachdem vom Dezemberschnee nicht mehr grosse Mengen übrig geblieben waren, gab ihm zusätzlich am 3. Januar der Wintersturm Burglinde fast den Rest. Beobachtungen vor Ort, Wettervorhersagen und Meinungen von Einheimischen haben das OK aber dazu veranlasst, die Schneetage trotz verhaltenem Wintermärchenfeeling – kein Schnee auf den Bäumen – vom 15. bis zum 19. Januar 2018 durchzuführen. Nicht vorhersehbar waren vor dieser Woche die beiden Damen Evi und Frederike, die sich erst kurz vor Start der Schneetagewoche angekündigt haben.

Am Montag, 15. Januar strahlten die Gesichter der Schneesportler aller Disziplinen mit der Sonne noch um die Wette. Wenig Schnee im Tal, herrliche Bedingungen im Skigebiet und viel Sonnenschein erwarteten uns in Engelberg. Sogar die Schneesportleiter konnten Energie tanken für die ungewissen vier Tage, die auf sie zukommen sollten. Das OK musste nämlich für jeden kommenden Tag je drei Notfallszenarien ausarbeiten. Sturm Evi kündigte am Dienstag Windböen von bis zu 150km/h auf den Gipfeln an. Sturmtief Frederike wollte der Schweiz am Donnerstag einen Besuch abstatten und konnte sich lange nicht entscheiden wo sie sich zuerst blicken lassen wollte. Dies bescherte den Bahnen so grosse Probleme, dass sie erst am jeweiligen Tag um 9.00 Uhr entscheiden konnten, welche Lifte den Betrieb aufnehmen konnten. Schliesslich stand für die Bahnbetreiber sowie das gesamte Leiterteam die Sicherheit für die Lernenden von bsa und sfga immer an erster Stelle. Da die Lernenden jeweils um 9.15 Uhr eintrafen, drückten die Schneesportlehrer nach jedem Feierabend all ihre Daumen.

Am Ende der Woche lässt sich zusammenfassen, dass die Schneeschuhläufer/innen, die Snowboard- und Skianfänger/innen, die Nordicwalker/innen, Bikeboarder/innen und Langläufer/innen alle auf ihre Kosten gekommen sind. Am Dienstag war es eher warm und es hatte ab und zu Wind. Am Mittwoch gab es Wind und Schnee und am Donnerstag zweitweise Schneeregen. Die Gerschnialp ist glücklicherweise vor Wetterkapriolen geschützter als andere Orte, sodass an allen Tagen sämtliche Angebote durchgeführt werden konnten. Die Eishockeyaner/innen, Eisläufer/innen, Eisstockschiesser/innen und Curler/innen waren in der Eishalle und konnten sich da voll entfalten. Einzig die freifahrenden Skifahrer/innen und Snowboarder/innen kamen an diesen drei Tagen nicht immer wie gewünscht auf ihre Kosten. Zu viele Lifte waren teilweise geschlossen. Zudem hatten Wind, Schneefall und zeitweise gar Regen am jeweiligen Schneetag etwas viel Spielraum. Nichtsdestotrotz waren auch diese Lernenden am Abend zufrieden. Schliesslich sind die Könner nicht zum ersten Mal in den Bergen und wissen, dass sich das Wetter da oben schnell ändern kann. So blieb dafür etwas mehr Zeit beim geselligen Beisammensein bei einer verlängerten Mittagspause.

Zum schönen Abschluss zeigte sich der Freitag dann von der besten Winterseite mit grossen Schneeflocken sowie vereinzelten Sonnenstrahlen im Gepäck. Viel Grün gab es endlich nur noch auf dem Pistenplan. Was in diesem Fall viele offene Pisten bedeutete! Die Schneetage 2018 können insgesamt erneut als Erfolg gewertet werden. Dies zeigt auch die Unfallbilanz mit nur drei Bagatellunfällen und dies bei rund 1'000 Lernenden an fünf Schneesporttagen.

Lilly Attinger
Sportlehrerin bsa