Rueras GR

Vergangenen Samstag starten 19 motivierte Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe Leibstadt bei bester Stimmung die Reise nach Rueras (Sedrun), um dort eine spannende und sportliche Woche zu verbringen. Während sich am ersten Tag Sonne und Nebel ein zähes Duell leisten, beginnt für die schneesportbegeisterten Schülerinnen und Schüler der Unterricht, entweder auf den Skiern oder auf dem Snowboard.

Der erste Tag geht bei den meisten ganz schön in die Knie, und so ist das original Schweizer Fondue am Abend eine willkommene Stärkung. Als Unterhaltungsprogramm folgt nach dem Essen das Leiterlispiel. Zwei Spieler sind an den Beinen aneinandergebunden. Zuerst müssen die Spieler zusammengebunden die im Lagerhaus verteilten Fragen finden. Um möglichst schnell vorwärtszukommen ist Teamgeist gefragt. Dann wird das Allgemeinwissen getestet. Es wird bis in die Nacht gespielt.

Am nächsten Morgen zeigt sich die Survela bei herrlichem Sonnenschein. Die Schülerinnen und Schüler machen bereits grosse Fortschritte auf den Skiern oder dem Snowboard. Und wer sich auf der Piste wohl fühlt, der ist am Abend auf der Eisbahn erst recht im Element. Die Schülerinnen und Schüler machen eine gute Figur auf den Schlittschuhen.

Am Mittwochnachmittag sorgt die Lagerleitung mit einem Alternativprogramm für Abwechslung. Einige Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit dem LVS-Gerät (Lawinenverschüttungsgerät). Dabei wird der Ernstfall geprobt: Es gilt verschüttete Personen möglichst schnell zu finden. Um eine Idee davon zu bekommen, wie es sich anfühlt von einer Lawine verschüttet zu werden, verbringen alle Teilnehmer zwei unangenehme Minuten unter einer dünnen Schneedecke. Sie seien froh, dass dies nur eine Übung gewesen sei, sagen alle Teilnehmer. Ein Mädchen fügt an: «Ich hoffe, dass ich nie in eine Lawine gerate.»

Bewegungsbegeisterte versuchen sich auf den Langlaufskiern. Aller Anfang ist schwer. Doch nach einigen Versuchen haben die Jugendlichen den Dreh schnell raus. Alle absolvieren die knapp vier Kilometer lange Langlaufstrecke ohne grössere Probleme. Im Zieleinlauf ist den Jugendlichen die Anstrengung aber ins Gesicht geschrieben.

Alle, die für einen Tag genug vom Schnee hatten, toben sich in der zum Lagerhaus gehörende Turnhalle beim Brenn- und Fussball aus.

Nach diesen anstrengenden drei Tagen ist es Zeit für etwas Erholung. Am Wellnessabend entspannen alle bei einer Kopf- und Handmassage. Zudem hatte die Lagerleitung eigens einen beheizten Whirpool mitten im Schnee aufgebaut – für viele Jugendliche ein absolutes Highlight der Woche. Mit einem grossen Feuer wurde das Wasser auf über 40 Grad erwärmt. Da ist ein Sprung in den Neuschnee eine willkommene Abkühlung.

Mit frischer Energie geht es am Donnerstag wieder auf die Pisten. Trotz dem durchzogenen Wetter sind alle mit viel Elan und Eifer dabei. Um das Lagerleben ausgiebig zu geniessen, steht der Donnerstagabend zur freien Verfügung. Ob Tanzen, Fussball, Gesellschaftsspiele oder einfach einmal Zeit für ein paar Gespräche, die Schülerinnen und Schüler geniessen den freien Abend.

Der Freitag ist bereits der letzte Tag auf der Piste. Zum Abschluss schenke Frau Holle dem Skigebiet noch eine grosse Portion Neuschnee. Die Leiter organisierten am Nachmittag ein Rennen bei welchem die Teilnehmer zwei Läufe mit möglichst gleicher Zeit absolvieren müssen. Die letzten Stunden geniessen dann wieder alle zusammen und ohne Konkurrenzkampf auf der Piste. Wie üblich steigt am letzten Abend im Lager die grosse Party. Nach der Siegerehrung und einem kurzen Lagerrückblick mit den Fotohighlights, feieren dann alle ganz unter dem Lagermotto “Ab in den Süden”. Mit Musik und Hip-Hop-Tanzeinlagen feiern alle bis in die späten Abendstunden. Geschafft vom satten Programm und mit vielen schönen Erinnerungen geht es am Samstag wieder zurück in den Norden – und zurück ins Alltagsleben.