Schneeschuhwanderung Sportverein Hilfikon

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Ein toller Tag im Urner Isental

Ab an die Sonne und rein in den Schnee. Das war das Motto für den Ausflug des Sportvereins Hilfikon vom letzten Samstag. Trotz der eher schwierigen Schneebedingungen stand eine geführte Schneeschuhwanderung auf dem Programm.

So machten es sich die Turnerinnen und Turner aus Hilfikon im extra angemieteten Kleinbus gemütlich. Die Fahrt führte sie über Luzern ins Urner Isental, ganz genau nach St. Jakob. Eine gewisse Skepsis war in einigen Gesichtern schon zu lesen. Gibt es auf der Gitschenen wirklich noch Schnee? Und ob! Denn kaum hatten wir mit der Seilbahn die ersten hundert Höhenmeter überwunden, funkelten schon die verschneiten Hänge in der Sonne. Pia, unser Gastgeberin auf der Gitschene hatte aber unsere Skifahrer schon darauf vorbereitet, dass die Pisten wegen des Schneemangels noch geschlossen sind. Diese klagten aber nicht und machten es sich sogleich auf der Sonnenterasse gemütlich. Unter der fachkundigen Leitung von unserem Führer Marc, hatten dann alle Schneeschuhläufer schnell die Probleme mit den Riemen, Ösen und Schnallen an den ungewohnten Laufhilfen gelöst, um die ersten Spuren im Schnee zu hinterlassen. Am Skilift vorbei wanderten wir zuerst locker bergab in Richtung Schrindi, wo wir einen atemberaubenden Ausblick auf das Isental und den Urnersee hatten. Nun ging's aber wieder zurück.

Durch die tief verschneiten Wälder stiegen wir immer höher hinauf, so dass die Jacken und Pullover schnell im Rucksack verschwanden. Anstrengend, aber das phantastische Panorama auf den Brisen, Maisander, Aelpler und Chaiserstuel entschädigte uns für jeden Tropfen Schweiss. Wir waren nach rund 2 Stunden doch echt froh um die Mittagspause auf dem Geissboden. Einerseits brauchten wir einen grossen Schluck aus der Thermosflasche und auch die verlorenen Kalorien wollten ja wieder ersetzt werden. Anderseits musste unbedingt auch die Sonnencreme neu aufgetragen werden. Denn bei strahlendem Sonnenschein galt es nun die frisch verschneiten Hänge bis hinüber zur Betruf Kapelle zu überwinden.

Durch den noch jungfräulichen Neuschnee spurten Ueli und Theo für die anderen vor und fühlten sich (wahrscheinlich) ein bischen wie Jack London auf dem langen Weg zum Yukon. Nach einer weiteren Stunde sahen wir dann das Bergrestaurant wieder, wo die gutgelaunten und ausgeruhten "Skifahrer" schon auf uns erschöpfte Gestalten warteten. Nach einem Bierchen oder dem obligaten Kafi mit Güx waren auch unsere Lebensgeister wieder da. Während wir die letzten Sonnenstrahlen genossen erfuhren wir auch vieles über das Leben der rund 30 Einheimischen, welche auf der autofreien Gitschenen Sommer wie Winter leben. Die kleine Gondelbahn brachte uns dann wieder zurück in die Zivilisation und heim in den Aargau.

Diesen Schnee-Event beendeten die Sportler aus Hilfikon bei einem feinen Znacht, einem Gläschen Roten und der Gewissheit: „Das war ein toller Tag!" (mgh)

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