Döttingen

Schlussspurt in Döttingen für die Konzernverantwortungsinitiative

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Ein Teil des Lokalkomitees Klingnau-Döttingen

Ein Teil des Lokalkomitees Klingnau-Döttingen

Die Abstimmungsunterlagen sind gerade bei den Stimmberechtigten eingetroffen. Das Lokalkomitee Klingnau-Döttingen ist darum mit Stand- und Flyeraktionen präsent, damit sich die Stimmberechtigten nicht von den Falschmeldungen der Konzernlobby verunsichern lassen. Vergangenen Samstag konnten wir nochmals vielen Interessierten den Inhalt der Konzernverantwortungsinitiative (KVI) erläutern. Sie will auf Konzernebene erreichen, was im Privatleben normal ist: Wer einen Schaden verursacht, haftet dafür. Da Führungsentscheide von Konzernen mit Hauptsitz in der Schweiz in unserem Land gefällt werden, ist es korrekt, dass der Gerichtsstand hier ist. Viele Passanten wussten jedoch nicht, dass KMU kaum von den neuen Gesetzen betroffen sein werden, denn sie sind in der Regel nicht in Ländern tätig, wo sie die international anerkannten Menschenrechte oder die internationalen Umweltstandards missachten.

Die Konzernverantwortungsinitiative wurde vom ehemaligen FDP-Ständerat und Staatsanwalt Dick Marty zusammen mit einer breiten Koalition von 130 Menschenrechts- und Umweltorganisationen lanciert. Die breite Unterstützung der Initiative bei Unternehmer/-innen und Politiker/-innen von SP, Grünen, GLP, CVP, BDP, EVP, EDU, FDP und SVP beweist, dass die Initiative eine Selbstverständlichkeit fordert. Ebenfalls stehen die Schweizer Bischofskonferenz, die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz und die Schweizerische Evangelischen Allianz hinter der Initiative.

Dick Marty, Alt-Ständerat FDP, sagt: «Ich finde es beeindruckend, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger in allen Landesteilen für unsere Initiative einsetzen. Das ist sehr wichtig: Denn es geht um die grundlegendste Selbstverständlichkeit unseres Rechtsstaates: Wer einen Schaden anrichtet, der soll auch dafür geradestehen. Das muss endlich auch für Konzerne wie Glencore und Syngenta gelten. Vielen Dank für Ihre JA-Stimme.»

Die Konzernverantwortungsinitiative kommt am 29. November zur Abstimmung.

Katrin Morf Widmer, Klingnau

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