Sandkastenspiele vom Pony aus

Einen geschickten Umgang mit der Grillzang, eine gute Puste und Glück beim Perlenfischen brauchte es, um beim Patrouillenritt des Reitvereins Ruedertal in Staffelbach zu punkten. Daneben genossen am Sonntag die Reiterinnen und Reiter den 15 km langen Ritt durch die Wälder des Suhrentals. Für die Kleinsten fand ein Plausch-Führzügelwettbewerb statt.

Konzentriert schaut das Mädchen auf den Ball, den es auf einem Frisbee balancieren muss, während das Pony um drei Fässer schreitet. In der einen Hand hält es die Zügel, die andere trägt es möglichst ruhig vor sich, um den Ball nicht zu verlieren. Das schaffen alle Teilnehmerinnen des Plausch-Führzügelwettbewerbs problemlos. Danach müssen Sandkastenförmchen und Schäufelchen von einem Fass zum andern getragen und in ein Kesselschen gelegt werden. Eine der jungen Reiterinnen nimmt sich gar die Zeit, bei jedem Durchgang die Spielsachen richtig zu ordnen - das Pony wartet derweil ruhig, bis es weitergeht. Auch beim Büchsenwerfen stehen alle Ponys ganz still und es entscheidet die Schusskraft und Treffsicherheit der Mädchen. Am letzten Posten sollen die jungen Reiterinnen Zaum, Bürste oder Hufauskratzer richtig benennen, was den meisten keine Schwierigkeiten bereitet.

Erste Auftritte in der Plauschklasse

15 Mädchen starteten am Sonntag in der Plausch-Führzügelklasse, bei welchem das Pony von einem Erwachsenen geführt wird. Diese Prüfung fand gleichzeitig mit dem Patrouillenritt statt. Alle Teilnehmenden zeichneten sich durch einen ruhigen Umgang mit den Ponys aus und bewältigten die Aufgaben konzentriert und gewissenhaft, aber ohne Verbissenheit. So wurde dieser Wettbewerb, der für viele Kinder der erste öffentliche Auftritt mit ihrem Pony war, für alle zu einem positiven Erlebnis.

Auf der 15 km langen Strecke des Patrouillenritts warteten an sieben Posten knifflige Aufgaben auf die 2er-Teams. Mit einer Grillzange mussten Stofftiere gefischt, an den Partner weitergegeben und in ein Netz getragen werden. Viel Puste war bei den Luftballons nötig, sollten doch in drei Minuten zehn Stück aufgeblasen und aufgehängt werden. Beim Quiz, das am Verpflegungsposten gespielt wurde, brauchte es nicht nur viel Wissen, sondern auch Glück, denn bevor ein Punkt gutgeschrieben wurde, musste aus einem Kessel eine Perle in der richtigen Farbe gefischt werden. Die letzten Punkte konnten in einem Gymkhana-Parcours geholt werden.

Ritt im Schatten wurde geschätzt

Zweieinhalb bis drei Stunden waren die Patrouillen unterwegs. Die schöne Strecke im Suhrental, die zum grössten Teil im Wald verlief, wurde von den Reiterinnen und Reitern ebenso gelobt wie die abwechslungsreichen Posten. Die meisten Punkte im Patrouillenritt holten Claudia Ruf und Sandra Gerber. Den Plausch-Führzügelwettbewerb konnte Tanja Hürzeler für sich entscheiden. (sh)

Meistgesehen

Artboard 1