Rund um den Kanton Zürich Nr. 12 - Bericht

Wenn Engel reisen, ...
Wer mitten in der Woche mittags mit Walkingausrüstung am richtigen Perron in Aarau steht, fällt sofort auf. „Ihr seid sicher die beiden Neuen?" wurden philomele und ich von Konrad und Igeli begrüsst. wir hatten uns im August bei der Aquafit-Greifenseedurchquerung kennen gelernt, ich hatte ihr im Wasser von meinen positiven eB-Erfahrungen erzählt, was sie veranlasste, sich noch am selben Tag anzumelden. Die Kantonsumrundung hatte mich schon länger gereizt. Leider war es terminlich nie möglich. Am 20. April ging es endlich. Weil ich nicht alleine mit einer mir unbekannten Gruppe walken wollte, hatte ich philomele gefragt, ob sie mitkommt (Wer zusammen Seen durchquert, kann auch Kantone umrunden - zumindest stückweise.)

lacht der Himmel
Ausgerechnet für den Mittwoch war sehr schlechtes Wetter angekündigt. Aber je näher der Tag rückte, desto besser wurde die Wetterprognose. Und am 20. April selber war uns das Wetter sehr wohl gesonnen: Trocken, angenehm warm, über weite Strecken sogar blauer Himmel.
Um 13:40 starteten börzi, bricklayer, busi, igeli, Konrad, luci, magerbaum, philomele, stromlinie, ullnimmtab in Kappel am Albis zur 5-stündigen Walkingtour nach Jonen AG, perfekt vorbereitet von magerbaum und luci: damit niemand unterwegs verloren geht, verteilten sie Kartenkopien mit eingezeichneter Wanderroute. Die Wanderwegsignalisation war aber so gut, dass der Blick in die Karte unterwegs überhaupt nicht nötig war - höchstens, um zu sehen, wie weit wir schon gekommen waren.
In abwechslungsreicher Landschaft, ging es zügigen Schrittes durch Wald und Flur - überwiegend eben - zunächst Richtung Westen über Üerzlikon, Knonau, Maschwanden bis zum Reusspitz, wo die Lorze in die Reuss mündet. Ab dort bildet die Reuss die westliche Kantonsgrenze, so dass wir dem Flusslauf auf dem Flussdamm folgten. Wahrscheinlich haben dort die Mücken in Heerscharen auf mich gewartet, um ein letztes Mal für dieses Jahr zuzustechen.

Grenzen überschreiten
Ausser ein paar kürzeren Pausen im Stehen, bei denen die mitgebrachten Rüebli, Nüsse, Trockenaprikosen, Apfelschnitze, Tomaten etc. rumgereicht wurden, sind wir die ganze Strecke nonstop gelaufen, bis wir gegen 18:30 nach Überschreitung der Kantonsgrenze in Jonen ankamen.
Unser gemeinsames Nachtessen im Dorfrestaurant, das wir uns mehr als verdient hatten, rundete diesen gelungenen Tag ab. Dass wir uns auf dem Land befanden, war deutlich an den Portionsgrössen und Preisen zu spüren. Sichtlich irritiert war die arme Bedienung, weil die Runde immer in Lachen ausbrach, wenn sie die wenig eB-konformen Teller hereinbrachte: Geschnetzeltes mit Teigwaren, Gemüse und: Schlagrahm! Da war doch die köstliche Gemüsesuppe ohne Spatz (Fr. 8.50 für 2 Teller!) wie für mich gemacht!

Einen Tag in Gesellschaft einer so sympathischen Gruppe zu walken, war ein sehr schönes Erlebnis, eine angenehme Art, etwas für Körper und Seele zu tun. Schön die Möglichkeit, unterwegs immer wieder die Gespächspartnerinnen und Gesprächspartner zu wechseln. Sich einfach mal mitten in der Woche aus dem Alltag auszuklinken, hat richtig gut getan. Ich kann es nur weiter empfehlen!

Herzlichen Dank an magerbaum und luci für die Organisation!
Schade, dass ich beim nächsten Mal nicht dabei sein kann!