Replik auf eine Mitteilung der FDP Aarau zu der geplanten Veloabstellstation

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Die SP Aarau unterstützt den dringend benötigten Neubau eines Veloparkings

Replik auf eine Mitteilung der FDP Aarau zu der geplanten Veloabstellstation (AZ vom 23.9.2010)

Die FDP Aarau anerkennt zwar den Bedarf für eine Erneuerung und Erweiterung der seit Jahren völlig ungenügenden Veloabstellanlage Bahnhof Süd, spricht gar von "unhaltbaren Zuständen" (AZ vom 23.9.2010), bezeichnet jedoch ein integriertes, schlicht gehaltenes Eingangsportal zum neu gebauten Bahnhof sowie eine Liftanlage, welche zu Gunsten von älteren und behinderten Menschen, von Familien und kleinen Kindern vorgesehen ist, als "überflüssige Luxuselemente". Nota bene: dies keine 2 Wochen, nachdem die Stadt Aarau ihr Altersleitbild vorgestellt hat, welches mit "unterwegs im Alter" untertitelt ist, die Mobilität im Alter als einen von 8 Leitsätzen betont und ein "Universal Design für öffentliche Räume und städtische Liegenschaften", sprich eine alters- und behindertengerechte Gestaltung, fordert!
Vor diesem Hintergrund, jedoch auch aus allgemein gesellschaftspolitischer Sicht, wirkt die Forderung der FDP geradezu zynisch und unangemessen. Die SP Aarau setzt sich ganz entschieden für die Bedürfnisse von unseren älteren und behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern, für Familien und Kinder ein und verwahrt sich mit aller Deutlichkeit dagegen, diese wichtigen Aufgaben als "Luxuselemente" abzuschreiben.
Der Zugang zu unserem neu und grosszügig gestalteten Bahnhof soll auch auf der Südseite einladend und ansprechend sein, was für den heutigen Zustand sicherlich nicht gilt. Davon werden jeden Tag Tausende von Passantinnen und Passanten profitieren, die Oeffentlichkeit hat an diesem Element deshalb ein hohes Interesse. Umso unverständlicher, dass die FDP auch in diesem Zusammenhang von einem "überflüssigen Luxuselement" spricht. Die SP Aarau unterstützt ausdrücklich die Synergien, die sich aus dem dringend benötigten Neubau eines Veloparkings und einem neu gestalteten Südzugang zum Bahnhof ergeben würden. Dies gilt umso mehr, als die SBB für dieses Projekt eine Kostenbeteiligung in der Höhe von 20% der Gesamtkosten (max. 1 Mio. Fr) zugesichert hat.
Auch die SP Aarau wird sich mit aller Kraft für ein möglichst günstiges Kosten-/Nutzenverhältnis, für einen möglichst günstigen Preis einsetzen und wird die weitere Projektentwicklung entsprechend kritisch begleiten. Wir lehnen es jedoch entschieden ab, die Interessen von älteren, gebrechlichen und schwächeren Menschen sowie jene der breiten Oeffentlichkeit als Luxuselemente abzuschreiben.


Für die SP Aarau

Jürg Knuchel
Einwohnerrat

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