Am 11. November ging bereits zum zehnten Mal das Ceilidh, ein schottischer Tanzabend zugunsten ALS Schweiz, in Würenlos über die Bühne. Der Einsatz aller hat sich mehr als gelohnt. Die Rekordspende von CHF 20'000.- konnte überwiesen werden.

Das Ziel des OKs, angeführt von Initiantin Jenny Bärlocher, war hochgesteckt. Die schottische Charity-Veranstaltung sollte bei ihrer 10. Austragung ein Rekordergebnis erzielen. Die Helfer scheuten denn auch keinen Aufwand, um die Mehrzweckhalle Würenlos in ein «Little Scotland» zu verwandeln. Aus Edinburgh wurde extra eine vierköpfige Ceilidh-Band eingeflogen, die auch gleich die Aufgabe übernahm, den Gästen die Tänze näher zu bringen. Und der enorme Einsatz trug Früchte. Mehr als 200 Gäste, so viel wie nie zuvor, fanden sich in der Halle ein. Sie kamen in den Genuss des schottischen Nationalgerichtes «Haggis, Neeps and Tatties», eine schottische Variation einer Metzgete. Selbstverständlich durfte für viele auch ein Whisky nicht fehlen.

Schottischer Tanz für einen guten Zweck

Die hohe Beteiligung an den Tänzen – kaum ein Gast blieb auf seinem Stuhl sitzen – zeigte, wie viel Spass die schottischen Tänze machten. Da wurde wild durcheinander gewirbelt, geschwitzt und gelacht. «Es macht mich immer wieder glücklich, den Leuten zuzusehen, wie auch Ungeübte ihre Hemmungen ablegen», sagt Jenny Bärlocher. Sie selbst kam kaum einmal zum Tanzen, da sie sich um die vielen anwesenden ALS-Patienten kümmern wollte. Diese hatten sichtlich auch ihren Spass und beobachteten das Geschehen vom Rand aus. Und schliesslich ging es ja um sie. Die Einnahmen des Abends gehen zugunsten von ALS Schweiz und somit zugunsten der ALS-Patienten und deren Angehörige. Der Abend war David Clarke aus Neuendorf gewidmet, der kurz vor dem Ceilidh im Alter von 47 Jahren an ALS gestorben war. Seine Frau Sue richtete zu Beginn auch ein paar Worte an die Gäste und bedankte sich für den Anlass.

Rekordergebnis bei der Jubiläumsausgabe

Nach dem Kassensturz am nächsten Tag war klar: das Ziel des OKs wurde nicht nur erreicht, sondern bei weitem übertroffen. ALS Schweiz erhält eine Spende von CHF 20'000.-! Der Sondereffort für die Jubiläumsausgabe hat sich also ausbezahlt, was nicht zuletzt das Verdienst von Jenny Bärlocher ist. «Die Tatsache, dass mein Vater an ALS gestorben ist, war immer mein Antrieb, diesen Anlass all die Jahre zusammen mit dem OK und den vielen Helfern auf die Beine zu stellen. Schön, dass sich das auch im Spendenergebnis niederschlägt», meint sie müde, aber auch überglücklich. Nun hat sie ruhigere Tage verdient, um wieder Energie zu tanken.