Freienwil

Reisebericht Schützenreise 2019 in Appenzell Ausserrhoden

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Dieses Jahr führte uns die Schützenreise in die Ostschweiz. Die Schützen trafen sich am Freitagmorgen den 28. Juni in der Früh beim Schützenhaus, um Fahrgemeinschaften zu bilden. Die Familie Othmar Suter ging beinahe vergessen, dafür kam HRZ knapp rechtzeitig. So fuhren wir mit zwei Fahrzeugen zum Festzentrum ins noch verschlafene Dorf Teufen AR. Nach den Waffenkontrollen fuhr der Tross direkt weiter zum Schiessplatz Schwellbrunn, das im 2017 gekürte schönste Dorf der Schweiz. Zwei Frühaufsteher des Vereins, die beiden Ingolds, waren bereits um 08:00 auf dem Schiessplatz. Der Schiessbetrieb verlief ohne grössere Probleme bis auf eine kurzzeitige Verwirrung der Scheibenzuordnung. Einige Schützen trafen sehr gut, andere weniger, was sicher auch mit der enormen Hitze zu tun hatte. Der Schützenstand hatte eine moderne Trefferanzeige, was die Freienwiler «gluschtig» nach einer neuen Trefferanlage machte. Der FSV erlebte, dass eine Schreinerei auch als Festwirtschaft genutzt werden kann, in welcher wenig später das Mittagessen eingenommen wurde. Um 18:15 Uhr verliessen wir Schwellbrunn Richtung Wasserauen, wo eine Extrafahrt der Gondelbahn mit Tourguide auf uns wartete. Wir wurden sehr freundlich im Berggasthaus Ebenalp empfangen, bei welchem wir, dank des botanischen Gartens, unsere Kräuterkenntnisse auffrischen konnten. Nach langen Diskussionen, viel Lachen, gutem Nachtessen, wenig Bier und intensiven Spielen gingen einige Schützen etwas später als gewohnt zu Bett. Die meisten Lego-Spieler übernachteten in einem Massenschlag, während H.-R. Z. trotz „Anti-Schnarch- Maske“ ein Einzelzimmer hatte.
Bei sehr schöner Aussicht bis in den hohen Norden, genossen die Frühaufsteher am Samstagmorgen den Sonnenaufgang auf der Alp. Mit kleineren Augen als am Vorabend wurde das Morgenessen verspiesen. Um Punkt 09:00 Uhr fand das Antrittsverlesen vor dem Gasthaus statt. Nachdem die Bestände gemeldet waren, wurden die Schützen in drei Gruppen eingeteilt. Eine kleine Gruppe kümmerte sich um den Gepäcktransport und ging mit der Seilbahn wieder ins Tal. Die zweite Gruppe nahm den Wanderweg ins Tal unter die Füsse. Ein Halt im schönen Restaurant Äscher durfte dabei nicht fehlen. Die Treppenstufen mit den verschiedenen Höhen wurden jedoch bei einigen zur Herausforderung. Die dritte Gruppe entschied sich für die längere Variante über den Äscher bis zum Seealpsee. Diese Gruppe war sehr verwirrt, wie sie die Alp des Seealpsee’s nennen sollte. So wurde entschieden diese «Seealpseealp» zu taufen. Beim Anblick des kühlen Nass sprangen alle in den See. Einige hielten es länger aus als andere. Der Präsident hatte die Schwimmer am Vorabend über gefährliche Karpfen in diesem See gewarnt, wovon die Schwimmer, trotz Militärbadehose, zum Glück nicht angegriffen wurden. Der gemeinsame Treffpunkt der Gruppen war das Gasthaus Alpenrose in Wasserauen. Während dem Mittagessen konnten die Schützen die verschiedenen Landetechniken der zahlreichen Gleitschirmflieger mitverfolgen. Mit gesättigtem Gefühl im Bauch ging die Reise weiter in den Hauptort von Innerrhoden. In Appenzell angekommen mussten die Gewehre von einem „nicht-abschliessbaren“ in ein sicheres Fahrzeug umgeladen werden. Nach diesen logistischen Strapazen wurden wir durch das malerische Dorf geführt, gespickt mit interessanten Fakten und wissenswerten Sachen. Zum Beispiel wissen wir jetzt, dass das Bild des heiligen Moritz einen, für gewisse Geschmäcker, zu kurzen Männerrock anhat und dass die Innerrhödler nicht sicher sind, ob der Juni vor dem Juli kommt oder umgekehrt sowie dass man mit 70 Jahren ein «Greis» wird. Während der Führung durften wir auch die verschiedenen Reifezeiten des Appenzeller Käse probieren. Gewissen Teilnehmer war es nicht klar, dass man nur ein «Probiererli» aufs Mal nehmen sollte. Zum Abschluss der Führung durften wir während drei Minuten in der prallen Sonne auf einer drehenden Metall-Scheibe mitten in der Strasse stehen, während uns erzählt wurde, wieso und weshalb dass das jetzt gut sein soll. Fazit, Kunstwerke sollte man besser nicht hinterfragen. Nach der interessanten Führung fuhren die Schützen wieder zurück ins Festzentrum, wo die verschiedenen Kränze und Gaben abgeholt sowie Souvenirs gekauft wurden. Zum Leidwesen unserer besten drei Schützen waren die 5 - Fach Kränze leider vergriffen, was vor allem unseren Bus-Chauffeur etwas aus der Fassung brachte. Anschliessend nahmen die beiden Fahrer Philipp Detlef und Christian von Ehrenberg die letzte Route nach Lengnau AG in Angriff. Dort angekommen, liessen die Schützen, die Vereinsreise gemütlich ausklingen. Nach dem feinen Nachtessen wurde still und leise nach Hause gefahren und dann fiel vermutlich jeder schnell todmüde ins Bett.
Speziell erwähnen möchte ich die folgenden Schützen: Nick Berner, Philipp Detlef und Othmar Suter, diese Schützen haben alle den fünffachen Kranz erreicht! Vier Kränze erzielten Markus Baldinger, Lukas Suter und Werner Suter. Mit dem Dreifach-Kranz ausgezeichnet wurden Samuel und Martin von Ehrenberg, deren zwei erkämpften sich Severin Meng, Ronny Ingold, Christian und Richard von Ehrenberg. Immerhin noch zum einfachen Kranz reichte es Stefan Burger, Markus Ingold und Thomas Roth. Hier nochmals eine herzliche Gratulation allen erfolgreichen Schützen. Weiter möchte ich mich im Namen des gesamten Vereins bei Reto Widmer bedanken. Er hat diese Reise hervorragend organisiert und super geführt.

Christian von Ehrenberg

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