Trotz kritischen Voten zum Voranschlag und zum geplanten Verkauf des Bücklerhauses wurden sämtliche Geschäfte von der mit 54 anwesenden Stimmberechtigten gut besuchten Kirchgemeindeversammlung mit grossem Mehr gutgeheissen.

Mit 54 Stimmberechtigten fanden sich am vergangenen Donnerstag ungewöhnlich viele Teilnehmer/innen zur Kirchgemeindeversammlung in Tegerfelden ein. Grund dafür waren die trakdandierten Geschäfte mit der geplanten Steuerfusserhöhung und dem Antrag, das Bücklerhaus zum Verkauf auszuschreiben. Trotzdem unterliegen die gefassten Beschlüsse dem fakultativen Referendum.

Voranschlag 2011 mit 19 % Steuerfuss
Was die Kirchenpflege schon lange angekündigt hatte, wurde nun mit dem Voranschlag 2011 sowie der beantragten Steuerfusserhöhung von 15 % auf 19 % umgesetzt und ein ausgeglichenes Budget vorgelegt. Wie zu erwarten war,  kamen kritische Fragen aus der Versammlung. Die Kirchenpflege wies aber darauf hin, dass stets haushälterisch mit den finanziellen Mitteln der Kirchgemeinde umgegangen wurde. Mit der Steuererhöhung soll der Finanzhaushalt wieder ins Lot gebracht werden, denn in den vergangenen Jahren musste stets ein Aufwandüberschuss zulasten der Reserven gedeckt werden. Zudem ständen an den Gebäuden unumgängliche Unterhaltsarbeiten an, die ebenfalls finanziert werden müssten. Zur Veranschaulichung der notwendigen Arbeiten präsentierte Peter Wiedemeier, Ressortverantwortlicher Liegenschaften, Bilder der Kirche, die Zweifel an der Notwendigkeit von baulichen Massnahmen aus dem Weg räumten. Nach engagierten Diskussionen wurde der Voranschlag 2011 mit einem Steuerfuss von 19 % mit grossem Mehr genehmigt.

Das Bücklerhaus wird zum Verkauf ausgeschrieben
Kritische Stimmen wurden auch beim Antrag laut, das Bücklerhaus durch einen professionellen Makler zum Verkauf ausschreiben zu lassen. Nebst dem Blick auf die Finanzen wurde auch der moralische Aspekt  ins Feld geführt. Peter Wiedemeier nutzte die Gelegenheit, die jüngere Geschichte des Bücklerhauses, das der Kirchgemeinde 1981 geschenkt wurde, zu beleuchten. Dabei wurden im Jahre 1984 für eine einfache Renovation Fr. 230'000.-- investiert. 1995 wurden nebst der Küche auch die Wände und der Boden saniert, was weitere Fr. 27'000.-- verschlungen hat. Zudem tauchen fast monatlich neue Hiobsbotschaften wie Schimmelbefall und und geborstene Wasserleitungen auf. Investitionen für den Kühlschrank, einen Tumbler und die Reparatur an der Tür usw. können längst nicht durch die Mietzinseinnahmen gedeckt werden. Trotz intensiven Diskussionen stimmte die Kirchgemeindeversammlung mit grossem Mehr dem Antrag zu, einen Makler mit dem Verkauf des Bücklerhauses zu beauftragen.

Bewährtes und Neues

Die bisherigen Mitglieder der Rechnungskommission mit Oriana Frischknecht, Yvonne Schaffner und Hans Maag wurden einstimmig für die neue Amtsperiode bestätigt. Neuerungen gibt es jedoch bei der Gottesdienstzeit. Präsidentin Rösli Haas orientierte, dass auf Wunsch vieler Gottesdienstbesucher/Innen und in Abstimmung auf den Busfahrplan ab Januar 2011 die reguläre Gottesdienst-Zeit auf 10.00 Uhr festgesetzt wurde. Die entsprechenden Information sind jeweils im „reformiert.“ sowie im Kirchenzettel der Tagespresse nachzulesen.

Verabschiedungen
Zum Abschluss der Versammlung hiess es Abschied nehmen. Beatrice Meier, Leiterin Chinderchile, und Sibylle Stäheli, die die Kirchgemeinde in der Synode vertrat, wurden mit dem besten Dank für ihr Wirken mit einem Geschenk verabschiedet. Auch für drei Kirchenpfleger war dies die letzte Kirchgemeindeversammlung im Amt. Annemarie Rieder, Max Meier und Rösli Haas wurden ebenfalls mit einem herzlichen Applaus und Geschenken für ihr Wirken verabschiedet.

Start in die neue Aera
Die scheidende Präsidentin Rösli Haas freut sich, dass Peter Wiedemeier sich für die Wahl als Kirchenpflegepräsident zur Verfügung stellt. Zudem bot sich beim abschliessenden Schlummertrunk die Gelegenheit, Monique Baumgartner und Roger Bremer, die sich neu als Mitglieder der Kirchenpflege zur Wahl stellen, in persönlichen Gesprächen kennen zu lernen. Die Kirchenpflege startet mit einem vakanten Sitz in die neue Amtsperiode, hofft jedoch, dass bald ein weiteres Mitglied für die Mitarbeit gewonnen werden kann. Interessierte melden sich doch bitte beim Pfarramt oder einem Kirchenpflegemitglied.