Böttstein (Kleindöttingen)

Räbhüslifest im Oberen Berg in Böttstein

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So viele Besucher wie noch nie

Über das vergangene Wochenende hat in Böttstein das Räbhüslifest der Familien Margrit und Herbert Sutter und Stefan und Daniela Ringele statt gefunden. Bereits am ersten Tag verzeichnete der Anlass so viele Besucher, wie noch nie in den Vorjahren.

Gestartet hat das Fest bereits am Freitagabend und den Gästen wurde ein Fyrobig-Gnagi offeriert. Dieser Auftakt ist sehr gut gelungen und so wie {Herbet Sutter} und {Stefan Ringele} berichten ist der Abend sehr gut bei den Gästen angekommen und die Gnagi waren praktisch ausverkauft.


Rebumgang
Am Samstagnachmittag startete der Rebumgang mit {Thomas Lindenmann}, der aus Seengen anreiste. Alle die interessiert daran waren, wurden herzlich eingeladen, einen kurzen Marsch durch die Reben zu machen und dabei einige wichtige Informationen zum Thema zu erfahren. Auf dem Rebumgang wurden Themen erwähnt, wie etwa der Schnitt der Reben, Krankheiten und wie sich das Wetter auf die Ernte auswirkt. Dieses Jahr war für die Rebbauern hier eher ein schwieriges Rebjahr. Da das Wetter immer ein wenig unkonstant war und abwechslungsweise kalte, warme und auch nasse Tage folgten musste man aufpassen, dass die Pflanzen nicht von Pilzkrankheiten befallen wurden. Von grossem Glück kann man aber sprechen, dass die Pflanzen nie Hagel ausgesetzt waren und wenn das Wetter jetzt weiterhin so mitmacht wie in den letzten Tagen, dann ist eine gute Ernte nicht mehr gefährdet.


Einige Zahlen
Da während des Rebumgangs sommerlich heisse Temperaturen herrschten, machte man eine kurze Zeit am Waldrand Rast und Rebbauer {Thomas Lindenmann} gab den Anwesenden einen kurzen Einblick in verschiedene Durchschnittszahlen von Weinbauern. Klar ersichtlich wurde hier, dass der Weinbau hohe Produktionskosten mit sich bringt und das man aufpassen muss, dass am Schluss der Saison noch ein Gewinn übrig bleibt. Der Rebbau ist ein sehr intensives Hobby und man opfert viele Stunden dafür. Eine Alternative die erwähnt wurde ist, dass man den grossen Aufwand an Handarbeit mit mechanischen Geräten verringert. Dazu muss man aber sagen, dass die heutige Technik schon sehr weit erforscht ist und das es im Rebbau sehr schwierig ist, da man immer noch die Hanglage berücksichtigen muss. Zudem möchte man auch die Qualität nicht vernachlässigen. Zum Abschluss wurde erwähnt, dass der einheimische Wein hier in der Schweiz immer noch eine sehr gute Nachfrage hat und obwohl die ausländischen Weine billiger sind, beliebter ist. Dieser kurze Exkurs und Einblick in Statistiken war sehr interessant und während des ganzen Rebumgangs konnten die Besucher Fragen stellen und diskutieren. Nach dem Umgang wurde den Besuchern noch eine alte Obst- und Traubenpresse gezeigt, die neben dem Festzelt ausgestellt war und die auf dem Schmidberg bis etwa 1955 im Einsatz war. Anschliessend folgte im Zelt ein Apéro und die Besucher konnten den köstlichen Wein degustieren.


Musikalische Unterhaltung am Sonntag
Am Sonntag war während des ganzen Tages Festwirtschaftsbetrieb, und das Duo Via Mala unterhielt die Anwesenden mit ihren musikalischen Beiträgen. Im Festzelt kam eine gute Stimmung auf und die Besucher waren von der Musik richtig gepackt. Mit dem Rebluus-Express konnte man während den drei Tagen Rundfahrten durch den schönen Rebberg machen. Wie die zwei Rebfamilien berichten, gibt es auch bei Ihnen dieses Jahr noch eine kleine Äderung, nämlich haben sie zum ersten Mal auch Rosé mit im Sortiment. Während des ganzen Wochenendes spielte das Wetter sehr gut mit und man erlebte drei sommerlich, warme Tage im Oberen Berg. Die beiden Familien können auf ein gelungenes und schönes Räbhüslifest zurückblicken. (jgr)

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