Fislisbach

Quintessenz im Regionalen Alterszentrum Fislisbach

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Ein Musikgenuss

Am Donnerstag den 4. Februar war das Brassquintett Quintessenz im Alterszentrum Fislisbach zu Besuch. Die fünf Blechbläser aus Baden brachten am Abend ein feines musikalisches Dessert, das die Einwohner gerne noch längere Zeit in den Ohren nachklingen lassen werden. Im rund einstündigen Konzert hat die Quintessenz wiederum gekonnt einen grossen musikalischen Bogen gespannt. Mit klassischen Leckerbissen aus dem Barockzeitalter von Benedetto Marcello (Psalm XIX) und Jean Joseph Mouret (Rondeau) zeichnete die Quintessenz Bilder aus einer Zeit des grossen Reichtums der Könige und Kaiser. Mit Irving Berlins „Puttin on the Ritz" gings dann lebhaft weiter. Das grosse Engagement der Band liess die Lebensfreude der goldigen Zwanziger
nicht nur akustisch wieder aufleben. Mit „La Cumparsita" forderte das Quintett zu bolivianischem Tango auf. Dieses schon ältere Stück wurde erst durch den Film „Manche mögens heiss" mit Marilyn Monroe in der Hauptrolle richtig berühmt. Im Anschluss schlich „Der rosarote Panther" von Henry Mancini durchs Alterszentrum. Mit Schleichen war es aber umgehend vorbei, denm mit
rasanten Zügen gings in „Memories of Russia" durch russische Landschaften und Melodien. Patrick Meier (Trompete), Willi Thurnbichler (Trompete), Marcel Spitzer (Waldhorn), Röbi Duttweiler (Tuba) und Patrick Spitzer (Posaune) brachten in einem Medley von ABBA ihre Instrumente in einzelnen Solostellen richtig zur Geltung. Auch dieses Medley wurde wie ein Grossteil der gespielten Werke von Patrick Meier abwechslungsreich arrangiert. Das folgende
„Something stupid" hat nicht nur Frank Sinatra, Robbie Williams und Nicole Kidman inspiriert.
Geführt von der Quintessenz liessen sich einige Einwohner zum mitsummen mitreissen. „Penny Lane" der Beatles und eine virtuose Variante des „Tritsch Tratsch Polka" von Johann Strauss bildeten den „offiziellen" Schluss des Konzertes.
Mit Witz und Charme führte Patrick Spitzer durch das Programm. Mit Bezug auf die einzelnen
Komponisten und diversen Interpreten zeigte er lebhaft auf, wie Mode und Trends, welche die Einwohner selbst miterlebt haben, schnell vergänglich sind. Gute Musik scheint jedoch über all die vielen Jahre nichts am ursprünglichen Glanz verloren zu haben. So zauberten die fünf Musikanten mit Ihrer ansteckenden Spielfreude nicht nur in älteren Gesichtern Glanz und Freude hervor.
Entsprechend hoch war der spürbare Dank der Konzertbesucher, welche mehrere Zugaben von der Quintessenz forderten. Die leidenschaftlichen Bläser liessen die Wünsche natürlich nicht unerfüllt („Down by the riverside", „That's a plenty", „Yesterday"). Schade, dass es dieses erfrischende
Brassquintett nicht schon viel länger gibt, denn sonst wären die Rentner des Alterszentrums mit Freude schon langjährigste Stammgäste an den diversen Konzerten. Wer's nun nicht verpassen möchte, informiert sich auf der Homepage der Quintessenz (www.brassquintett.ch) nach den nächsten Gelegenheiten sich ebenfalls an einem Konzert musikalisch verwöhnen zu lassen. Die Leitung und Einwohner des Alterszentrums sind von den Klängen weiterhin bewegt und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen, oder treffender auf ein baldiges Wiederhören. (owe)

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