Wohlen (AG)

Quersänger als Grenzgänger

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QS Chorreise 2013 A.jpg

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Auch in diesem Jahr trafen sich Sängerinnen und Sänger vom Chor Quersang erwartungsfroh am Bahnhof Wohlen, um sich wieder ins Abenteuer Chorreise zu stürzen. Wie immer waren Ziel und Ablauf geheime Verschlusssache, doch diese Reise wurde eine ganz besondere Überraschung!

Mit dem Zug ging es zum Erdmannlistein und dann nahmen wir den Weg unter unsere Füsse. Aber was heisst hier Weg? Es ging kreuz und quer durch Feld und Wald, über Stock und Stein. Denn wir folgten nicht etwa bequem gut ausgebauten Wanderwegen, sondern der Grenze der Gemeinde Wohlen, wo auch immer sie verläuft.

Am Gemeindepunkt Niederwil hatten gute Geister Kaffee, Tee und Gipfeli vorbereitet; am Hoobühl, wo es Gräber der Kelten geben soll, wurden die WanderInnen von zwei Frauen im mystischen Gewand mit einem giftgrünen „Kulttrunk“ empfangen.

An Hägglingen vorbei, durfte es sich die Gruppe dann am mit 549 m höchsten Punkt der Gemeinde Wohlen zum Apero mit anschliessender Mittagspause gemütlich machen. Gut versteckt zwischen einigen Tannen lagerte alles, was man für einen kleinen aber feinen Apero so braucht.

Die nächste Überraschung war Herr Gfeller, der am Brunnenhaus Dreihägen wartete und uns die Wasserversorgung der Gemeinde Wohlen erklärte. Alle durften sich von der hervorragenden Qualität des kühlen Nass' überzeugen. Einige Kilometer und eine Kaffeepause später führte uns der Grenzverlauf mitten durch das Gelände der Ferro Wohlen. Hier empfing uns Herr Detlef Vogt von der Betriebsführung der Ferro überaus freundlich und großzügig mit liebevoll gepackten Lunchpaketen und führte uns entlang der Grenze über das riesige Gelände. Dabei hatte er einige interessante Fakten zu berichten.

Der Tag ging zu Ende und Spekulationen über die Herberge für die Nacht wurden laut. Mit dem „Hotel Leichtathletikhalle“ in den Sportanlagen Wohlen hatte ganz sicher niemand gerechnet.

Frau Christa Hostettler , von Beruf Störköchin, bereitete uns ein überaus leckeres Nachtessen und danach genossen alle noch einen sehr gemütlichen Abend.

Am Sonntagmorgen erwartete uns im Restaurant des Tennisklubs gegenüber ein überaus üppiges und köstliches Frühstücksbüfett. Dann ging es wieder los, in Richtung Villmergen. Natürlich liess die nächste Überraschung nicht lange auf sich warten. Herr Kuhn vom Getreidesilo in Wohlen hatte uns großzügig den Schlüssel dazu überlassen, so dass wir es auf eigene Faust erkunden durften. Im obersten Stockwerk des 35 m hohen Gebäudes erfuhren wir viele interessante Dinge über das in den Silos gelagerten Getreide.

Querfeldein und durch den Wald auf Büttikon zu verlief die Grenze weiter – und wir liefen mit. Wir hörten von verschiedenen Pilzsorten, die dort wachsen sollen, und sahen den einzigen Wasserfall von Wohlen. Im Gasthof „Linde“ in Büttikon empfing uns das Team mit einem köstlichen Z'mittag, bevor wir unseren Weg über Wiesen, Felder und die Bünz bis zum Dreiländerstein fortsetzten. Dort erwartete uns als letzte Überraschung Herr Noldi Meyer, der uns die Flora und Fauna im Torbenmoos erklärte. Exakt nach Zeitplan erreichten wir unseren Zug zurück nach Wohlen. Das war auch gut so, fing es doch pünktlich zur Verabschiedung an, heftig zu regnen.

Am Ende herrschte weitgehend Einigkeit, dass diese Chorreise eine besondere Überraschung war und wir schon jetzt auf's nächste Mal gespannt sind.

Andrea Keller

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