Über dreissig gut gelaunte Seniorinnen und Senioren trafen sich morgens um 9 Uhr beim Bahnhof Niederweningen.  Das Wetter war sonnig. Der  feinen kalte Bise wegen war es jedoch nicht ratsam die Winterjacke auszuziehen. Mit der Bahn führte die Reise zum östlich von Winterthur gelegenen Ort Räterschen. Woher diese seltsame Ortsbezeichnung stammt, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Von der Bahnstation geht es zügig durch ein schön gelegenes Wohnquartier hinauf zum ersten Aussichtspunkt. Vor uns, in Blickrichtung Süden lag das Eulachtal, dahinter die hügelige Landschaft des Zürcher Oberlandes. Richtung Norden sah man, in einer Mulde, das reizende Dorf Elsau mit seiner kleinen, alten Dorfkirche. Elsau besteht aus nicht weniger als 8 Ortschaften und Weilern. Im Gemeindegebiet, im Weiler Oberer Schnasberg,  liegt, auf über 500 m/über Meer,  der dritt höchst gelegene Rebberg des Kantons Zürich . Die Route führt uns mitten durch das Dorf, später über den Hohrain, hinunter nach Wiesendangen. Wiesendangen hat seinen Namen  vom althochdeutschen „wisunt“, das den Wisent, den Buckelochsen bezeichnet. Typisch für Wiesendangen ist der offene Dorfbach und die vielen, gepflegten Dorfbrunnen. Mitten im Ort steht das Schloss Wiesendangen. Trotz seiner Mächtigkeit fällt  dieser Wohnturm in mitten der vielen grossen Häuser nicht auf. Auffällig hingegen ist die Dorfkirche mit ihrem stattlichen Turm. Im Inneren sind im spätgotischen Chorgewölbe und an den Wänden Malereien aus dem Spätmittelalter zu sehen. Die Kirche war ursprünglich dem Heiligen Kreuz geweiht. Daher ist es nicht verwunderlich, dass entlang der Wände die Legende von der Auffindung des heiligen Kreuzes dargestellt ist. Auffallend ist die sehr schöne Rosettenbemalung der Decke. Die Kirche gilt  im übrigen, mit ihren 18500 Bovis-Einheiten, zu einem der Kraftorte der Schweiz. Der Route führt nun weiter zur Mörsburg.  Wir unterqueren die Autobahn A1 und wandern  durch den reizenden Weiler Grund. Ein kurzer Anstieg führt uns den Reben entlang zur markanten, gut erhaltenen Burg. Das schön gelegene Gebäude wird  erstmals als Besitz der Grafen von Kyburg erwähnt. Später ging die Anlage an die Habsburger, später an die Stadt Winterthur über. Die Burg zeigt in ihrem Inneren vor allem Wohnkultur des 17. und 18. Jahrhunderts sowie eine Waffen- und Glassammlung. Mehr Interesse als einem Museumsbesuch zeigten die Teilnehmer jedoch am wohl verdienten Kafi mit Nussgipfel im nahe gelegenen Schlossrestaurant. Nach dem Zmittag/Zvierihalt führte die Wanderung, oberhalb dem Rebberg  von Stadel, dem Eschberg entlang nach Seuzach. Ein kurzer Abstieg brachte uns hinunter zur Bahnstation Seuzach. Elisabeth und Reto Klein hatten den Teilnehmern einmal mehr zu einem sehr schönen und erlebnisreichen Wandertag verholfen. Danke schön.