Ob es wohl schon Sonne hat über dem Nebel, fragten sich die knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Baden, Brugg und Umgebung, die am 4. Februar trotz unsicherer Wetterlage an der Schneeschuhtour der Pro Senectute Beratungsstelle Brugg teilgenommen haben. Sie führte auf den Amselspitz im Alpthal, einer idealen Gegend zum Schneeschuhlaufen.

Nach der Ankunft in Einsiedeln war aber die Lust auf einen Kaffee vorerst grösser als der Drang, zur Tour aufzubrechen. Frisch gestärkt und in zwei Gruppen wurde dann der erste Aufstieg in Angriff genommen. Diese 420 Höhenmeter bis auf den Tritt hatten es bereits in sich und verlangten nach einer weiteren Zwischenverpflegung. Dafür schien jetzt die Sonne und es eröffnete sich ein prächtiger Rundblick vom Sihlsee bis zu den Hochybriger Gipfeln und den Mythen. Danach ging es nur noch leicht ansteigend weiter zum Chli Amslen, von wo aus der Amselspitz erstmals sichtbar wurde. Die imposante Aufstiegsflanke ermahnte die Teilnehmenden, die Kräfte einzuteilen. Sie liess sich aber leichter als erwartet bewältigen, obwohl die erste Gruppe zuerst eine Aufstiegsspur legen musste.

Bei der Gratulation zum Erreichen des Gipfels waren sich jedoch nur die wenigsten bewusst, dass sie noch nicht auf dem höchsten Punkt der Tour angelangt waren. Vorerst ging es aber auf dem Schwyzer Höhenweg fast ebenaus weiter bis zu einer Schutzhütte, die gerade gelegen kam für die Mittagsrast, umso mehr als nun etwas Nebel aufgekommen war. Auf dem Weiterweg stieg der Schneeschuhpfad nach der Stockhütte unerwartet stark an, was einige nochmals auf eine harte Probe stellte. Danach war Schluss mit den Strapazen; in den folgenden lockeren Waldpartien sangen Tannenmeisen und beim Abstieg durchs Butzitobel nach Alpthal setzte sich auch die Sonne wieder durch. Im Postkaffee, beim Warten auf die Abfahrt des Postautos, wich die Anspannung dem Stolz auf die Bewältigung der über vierstündigen Tour.