Weil am vergangenen Donnerstag das Wetter unsicher war, wurde die Wanderung der Pro Senectute Lenzburg um eine Woche verschoben. Es hat sich gelohnt. Schon bei der Anfahrt nach Weggis sah man vor dem blauen Himmel die klaren Konturen der Schneeberge, ein Kaffeehalt im Garten des Cafés direkt am See vermittelte Ferienstimmung. Man war fast versucht, den Tag hier mit faulenzen und geniessen zu verbringen. Aber als echte Wanderer zog es die Teilnehmer bald weiter. Über den Zopf ging es nach Herrenwald und später  zur ersten Pause bei der Feuerstelle der Schweizer Familie direkt am See. Ein Anstieg über den Haldihof führte auf die Höhe oberhalb von Greppen und weiter auf dem Lehnerweg und dem Kastanienweg. Die Kirschbäume waren leider fast schon verblüht, dafür waren Birnen-, Apfel- und Zwetschgenbäume wie die ganze Natur in Blütenlaune. Und immer konnten man mit Blick zurück Rigi, Pilatus und weitere schneebedeckte Berge bewundern. Diese Wanderung in der umgekehrten Richtung wäre sicher auch sehr schön.

Mittagshalt war auf der Gesslerburg bei Küsnacht. Wie der Wanderleiter mitteilte, ist dieser Name irreführend. Einen Nachweis, dass Gessler auf dieser Burg lebte, gibt es nicht. Seit den ersten Tellspielen im 16.Jahrhundert hat sich der Name aber eingebürgert.

Gestärkt ging es dann Richtung Immensee und zur Hohlen Gasse. Hier an diesem für die Schweizer Geschichte wichtigen Ort war der letzte Halt, bevor es beim Bahnhof Immensee noch zu einem kühlen Getränk reichte. Ein erlebnisreicher Tag mit einer schönen und interessanten Wanderung ging zu Ende und neben schönen Erinnerungen brachte der eine oder andere auch einen ersten Sonnenbrand als Souvenir nach Hause. (B.Bütler)