Die Vorlagen der Volksabstimmung vom 3. März 2013 lockten viele interessierte FDP Frauen an den Politlunch nach Rheinfelden.

Susanna Schlittler, Präsidentin der FDP Frauen Fricktal konnte Corina Eichenberger aus Kölliken als Gastreferentin willkommen heissen. Dank ihrer grossen politischen Erfahrung und ihrer fachlichen Kompetenz gelang es der liberalen Nationalrätin, den Anwesenden die Ziele der Vorlagen aufzuzeigen.

Sie votierte für ein Ja zur Änderung des Raumplanungsgesetzes. Das aktuelle Rahmengesetz des Bundes, welches seit rund 40 Jahren gelte (Einzonungen mit Perspektive von 10 bis 15 Jahren) sei von rund 80% der Gemeinden befolgt worden, weshalb die Auswirkungen bei Annahme der Vorlage für den Kanton Aargau massvoll ausfallen würden. Dem Landverschleiss und der Zersiedelung könne somit Einhalt geboten werden.

Die Erläuterungen zur Vorlage der Familienpolitik lösten eine intensive Diskussion aus. Einigkeit herrschte unter den FDP Frauen bezüglich der Förderung von Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit. Aufgrund der wachsenden Begehrlichkeiten der heutigen Gesellschaft seien bei der Umsetzung des Verfassungsartikels die Kostenfolgen für Bund und Kantone nicht abschätzbar. Zudem sei der Bund schon heute gehalten, bei der Erfüllung seiner Aufgaben die Bedürfnisse der Familie zu berücksichtigen. Corina Eichenberger empfiehlt deshalb, ein Nein in die Urne zu legen.

Ihr Nein zur Initiative „gegen die Abzockerei“ begründete die Juristin damit, dass diese am Ziel vorbei schiesse. Zudem wäre die Umsetzung mit grossen Schwierigkeiten verbunden. Das Parlament hat die wesentlichen Forderungen der Initiative in einem indirekten Gegenvorschlag umgesetzt. Dieser könnte bei Ablehnung der „Abzockerinitiative“ rasch umgesetzt werden.

Corina Eichenberger empfiehlt auch, die Kantonale Vorlage betreffend Kreditbewilligung für die Anpassung des A1 Zubringers Neuhof in Lenzburg anzunehmen.(BK)