Harry Knaus, Präsident der Ortspartei FDP.Die Liberalen Oberentfelden begrüsste am Freitag, 23. September 2016 die rund 50 interessierten Gäste.

Maja Riniker, Grossrätin, eröffnete mit einer informativen, komprimierten Gesamtschau zur geplanten Optimierung der Aufgabenverteilung und zur Neugestaltung des Finanzausgleichs. Die Teilnehmer erfuhren,  dass Disparitäten (die regionalen Unterschiede) auf der Ressourcen- und Lastenseite reduziert werden,  dass effektive Lasten abgebildet werden, dass Steuerfüsse nach oben begrenzt werden, dass ein gesamthaft grösserer Betrag von den Gemeinden zum Kanton verschoben werden soll. Dies führt zu einer einmaligen Steuersatzanpassung beim Kanton + 3% und bei den Gemeinden - 3%.

Moderator Matthias Küng, Redaktor der Aargauer Zeitung stellte anschliessend die Teilnehmer des Podiums Philipp Müller, Ständerat, Matthias S. Jauslin, Nationalrat und Maja Riniker, Grossrätin kurz vor. Es folgte eine engagierte, emotionale Debatte unter den 3 Diskussionsteilnehmern mit den Schwerpunkten:
- Warum braucht es einen neuen Finanzausgleich?
- Bildungslasten und Soziallastenausgleich
- Räumlich-struktureller Ausgleich
- Belastung der Wirtschaft / Juristische Personen (Steuerzuschlag)
- Ist der Ausgleich zwischen ressourcenstarken und ressourcenschwachen Gemeinden gelungen?
- Die neue Aufgabenverteilung und der Steuerfussabgleich.
Zusätzlich ergänzte jeweils Philipp Müller mit interessanten Abstechern zur Finanzentwicklung beim Bund.

Im Publikum waren einige Gemeindevertreter wie Renate Gautschi, FDP-Grossrätin und Präsidentin Gemeindeammänner Vereinigung Kanton Aargau, ein FDP-Gemeinderat aus dem Bezirk Zofingen, eine SVP-Ammännin  aus dem Limmattal, eine CVP-Ammännin aus dem Reusstal, Gemeinderäte aus dem Suhrental (FDP, SP und Parteilos) sowie Grossratskandidaten Jürg Willi, Michel Meyer und Patrick Herzog aus dem Bezirk Aarau anwesend.

Die Fragerunde wurde rege benutzt. Die Podiumsteilnehmer als auch Renate Gautschi, als Urheberin des neuen Finanzausgleichs, konnten kompetent antworten. So wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass stark belastete Gemeinden ohne einen Systemwechsel die Lasten nicht mehr tragen können. Dass die Gemeinden nur 3 % des Steuerfussausgleiches zwingend ausgleichen müssen und den restlichen Teil des erhaltenen finanziellen Spielraums in eigener Verantwortung zur Erfüllung ihrer Aufgaben oder auch einen Teil zur Steuersenkung verwenden können. 

Die engagierte Diskussion hätte noch lange weitergeführt werden können.

Harry Knaus konnte mit etwas Verspätung die Anwesenden zum Apéro einladen - bedankte sich bei unseren Sponsoren, die mit ihrem Beitrag mitgeholfen haben diesen erfolgreichen Anlass zu ermöglichen. An den Stehtischen wurde bis spät noch angeregt weiter diskutiert.

D.Aranyi