Der „Frauenfelder“ ist bekannt für seinen legendären Waffenlauf. Weniger bekannt ist, dass am gleichen Tag auch ein „ziviler“ Marathon, ein Halbmarathon und der Thurgauer Juniorenlauf organisiert werden. Der „Frauenfelder 2014“ war ein besonderes Ereignis. Das wusste auch Petrus. 80. Jahre Waffenlauf, 30. Jahre Thurgauer Juniorenlauf, 15 Jahre Marathon und Halbmarathon. Eine Stunde vor dem Start schloss er die Regenschleusen und die Sonne zeigte sich zum Frauenfelder Jubiläum – Petrus sei Dank.

Daniel Waldmeier aus Münchwilen startete zum ersten Mal in Frauenfeld und es war ihm bewusst - das ist ein besonderer Marathon. Der „Frauenfelder“ ist mit über 550 Höhenmetern ein sehr anspruchsvoller Lauf. Kurz nach dem Start der erste steile Anstieg von 100 Hm und anschliessend ein ständiges Auf und Ab. Ca. ein Viertel der Strecke sind Feld-, Wald,- und Wiesenwege. Aber das sind nicht die einzigen Unterschiede zu andern Marathons. Blasmusik am Start, hunderte von Zuschauern motivieren die Läufer durch die Dörfer und an den zahlreichen Anstiegen. Diese sind mit Treichel oder Kuhglocken ausgerüstet und zwischendurch ertönt ein Alphorn.

Von diesem besonderen Ambiente wurde auch Waldmeier angesteckt. Bei Verpflegungsposten in Eschlikon (Km 13.5) konnte ihn sein Betreuer auf dem 10. Zwischenrang verpflegen. Bei der 2. Verpflegung (Km 27.0) weiterhin als 10. und bis zur 3. Verpflegung (Km 35.0) verlor er einen Rang und rutsche aus den Top Ten. Nochmals motiviert durch seinen Betreuer kämpfte sich Daniel in der zweitletzten Steigung auf Rang 10 zurück und verteidige diesen souverän bis ins Ziel in Frauenfeld. Die Laufzeit von 3 Stunden und 48 Sekunden reichten in der Kategorie M40 (50 Teilnehmer) zum tollen 2. Schlussrang und den angestrebten Top 10 Platz der über 200 gestartet Läufer.

Daniel Waldmeier überrascht immer wieder mit tollen Leistungen. Trotzdem er zurzeit auf „3 Hochzeiten“ tanzt. Kürzlich hat er das Sportgeschäft Wernli-Sport in Frick übernommen, beim bisherigen Arbeitgeber hat er noch eine Anstellung bis Ende 2014 und diese sportlichen Herausforderungen. Da reicht ein 8 Std. Tag und eine 5 Tage Woche bei weitem nicht. Bei Wernli – Sport hat er das Glück, dass der bisherige Besitzer Georg Wernli und die guten, selbständigen Mitarbeiter die Kunden gut betreuen. Ab Januar wird Waldmeier, im eigenen Sportgeschäft, den Fricktaler Läufer zusätzlich zum Velo – und Skigeschäft den Laufsport begeisterten Kunden gute Beratung aus seinen Erfahrungen bieten.

Auf der Halbmarathonstrecke sorgte ein weiterer Fricktaler für ein Glanzresultat. Andreas Kyburz aus Möhlin musste sich nur von seinem OL-Nationalmannschaftkollege Daniel Hubmann um ein paar Sekunden geschlagen gebe und stand ebenfalls als Zweiter auf dem Podest.