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Photovoltaik – was zählt ist der Wirkungsgrad und der Look!

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Photovoltaik - ist ein Dauerbrennerthema, das an die 90 Gäste am 29. November in das BZZ in Zofingen lockte, wo sich der Energie Apéro Aargau präsentierte. Zwei fachkundige Referenten berichteten viel spannendes und zukunftsgerichtetes zur Dünnschichttechnologie sowie zum Rücknahmesystem und Recycling von Photovoltaik Modulen.

Paul Marbach, Geschäftsführer StWZ Energie AG, Zofingen, empfing die zahlreich erschienen Gäste. Das Thema interessiert immer wieder und die die Entwicklungen in der Photovoltaik schreiten voran. Dabei steht auch immer der Wirkungsgrad im Zentrum, geht es heute vor allem um die Suche nach günstigeren und ästhetischeren Modulen mit hohen Wirkungsgraden.

Wem gehört die Zukunft

Ob die Zukunft den Dünnschichtzellen gehört und die kristallinen Siliziumzellen ersetzen werden, darauf ging unter anderem Thomas Weiss, EMPA Dübendorf ein. "Sonnenenergie haben wir auf der Erde genug, wir müssen sie nur nutzen", so seine einleitenden Worte. Weiss erklärte die Dünnschichttechnologie, im speziellen die CIGS-Technologie, sowie die Kostenentwicklung und Rolle dieser Technologie auf dem Markt. Der Charme der Dünnschichttechnologie liegt neben den hohen Wirkungsgraden - Laborwerte von 21.4% - in der Ästhetik. Dünn, wie der Name es verspricht, ist es prädestiniert für das "Rolle zu Rolle-Verfahren". Dabei können die Module, ähnlich wie die Druckerschwärze beim Druck, auf beliebigen Flächen aufgetragen werden; also nicht nur auf Glas, sondern auch auf beweglichen Materialien wie Plastik oder Metallfolien. Noch sind einige Herausforderungen auf dem Weg zu Wirkungsgraden von 25 % und mehr zu nehmen. Konzepte wie die Tandemtechnologie haben dabei ebenfalls ein hohes Potential. Weiss glaubt auch, dass sich CIGS neben der Siliziumtechnologie behaupten wird.

Auch das PV Modul wird recycelt

Roman Eppenberger, Mitglied der Geschäftsleitung Stiftung SENS beschrieb ausführlich das Rücknahme und Recycling System von PV Modulen. SENS ist eine privatwirtschaftlich organisierte Stiftung, die in eine Gesetzeslücke sprang: ein Gesetz, das seit 6 Jahren in der Revision ist und PV Module den Haushaltgeräten gleichstellen will; das heisst, Rückgabepflicht für den Konsumenten und Rücknahmepflicht für die Hersteller und Händler. Über 70 Tonnen PV Module hat SENS 2015 recycelt. Ein System aus 620 Sammelstellen für kleinere Mengen sowie ein Containersysstem für grössere Anlagen sorgen dafür, dass die PV Module recycelt werden. 80 Prozent davon sind Glas, der Rest Silizium und Kunststoff. So sieht es bei Silizium-Zellen aus. CIGS Dünnschichtzellen bestehen aber u.a. auch aus Kupfer und Selen, beides Schadstoffe und giftig für die Umwelt. Auch die Qualität der Maschinen stellt eine Herausforderung dar, da Glas sehr abrasiv ist, d.h. die Maschinen stark abnutzt. Dazu kommt der ökonomische Aspekt, denn Glas besitzt nur einen geringen Recycling-Wert.  

Beim anschliessenden Apéro, konnte weiter über diese und andere Herausforderungen rund um PV diskutiert werden.  

 

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