Kölliken

Pfingstwochenende des Collegium musicum Coellicense

megaphoneLeserbeitrag aus KöllikenKölliken

Bereits zum zweiten Mal verbrachten wir Musikerinnen  und Musiker des CmC mit unserem Leiter Matthias Sager die Pfingsttage im Berner Jura im wunderbar auf einem Plateau gelegenen Centre de Sornetan. Weder am Wetter noch an der Unterkunft gab es etwas auszusetzen. Auch kulinarisch waren wir bestens versorgt, verwöhnte uns doch die Köchin täglich mit feinen Menus und exquisiten Dessertkreationen.

Das Centre, diese „Insel im Grünen“, bot ideale Voraussetzungen für ein konzentriertes und intensives Arbeiten am Musikprogramm für das Sommerkonzert vom 16. Juni 2012. Matthias Sager hatte dazu ein Programm mit Werken von englischen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts zusammengestellt. In Stimmen- und Gesamtproben feilten wir eifrig an den Stücken, wobei Matthias auf Abwechslung achtete, damit in Benjamin Brittens „Playful Pizzicato“ aus der Capriol Suite vor lauter Zupfen keine wunden Finger zu beklagen waren. 

Trotz der strengen Probenzeit blieb auch Platz für andere Aktivitäten. Während die einen sich am Töggelikasten hitzige Gefechte lieferten, entspannten sich die anderen auf der sonnigen Terrasse, höchstens gestört vom Gackern eines Huhns oder dem Bimmeln einer Kälberglocke. Und nach der letzten Probensequenz am Abend setzte man sich jeweils in gemütlicher Runde zu einem Schlummertrunk zusammen.

Für den Samstagnachmittag war ein Ausflug in die nähere Umgebung geplant. Von Courtételle aus ging es zu Fuss auf einem angenehmen Weg durch Wald und Wiesen nach Châtillon. Das Ziel war die, wie man behauptet, älteste Eiche Europas. Ob man sie so einfach finden würde? Kein Problem! Schilder und Informationstafeln wiesen den Weg, und nach einem kleinen Aufstieg über eine Wiese stand sie da, zwar mitgenommen vom Alter, von Stürmen, Blitzeinschlägen und den Versuchen, in ihrem Stamm Insektennester auszuräuchern, aber immer noch mächtig und imposant. Ihr Alter kann anscheinend nicht genau bestimmt werden, es sollen aber mehrere hundert, vielleicht sogar tausend Jahre sein. Beeindruckt von diesem Zeugen längst vergangener Zeiten wanderten wir zum Ausgangspunkt zurück. – Und im Centre folgte die nächste Probenrunde, auch wenn sich der eine oder die andere lieber dem Töggelikasten oder dem Nichtstun gewidmet hätte!

Nur ungern verliessen wir am Montag das idyllische Sornetan. Es werden noch ein paar Proben folgen, bevor das einstudierte Programm am 16. Juni um 20 Uhr in der Kirche Kölliken zur Aufführung gelangen wird.

K. Koechlin

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