Die Pfarreireise vom 2. - 9. Juni 2018 auf die istrische Halbinsel liess keine Wünsche offen. Marlis Töngi hatte in Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Twerenbold ein interessantes und abwechslungsreiches Programm erarbeitet, das dann auch ohne Pannen durchgeführt werden konnte. Die Reiseleiterin Goga war ein Glücksfall. Mit ihrem unerschöpflichen Wissen über alle Details Istriens verstand sie es, uns ihre Heimat näher zu bringen und Geschichte und Gegenwart miteinander zu verbinden.

Erwartungsvoll starteten die 36 Reiseteilnehmerinnen und Reiseteilnehmer am Samstagmorgen zur Fahrt mit dem Twerenbold-Car durch den Gotthard-Strassentunnel und über die Poebene nach Umag an der Adria-Küste. Das Hotel Sol Sipar, in dem sich die Reisegruppe während der ganzen Woche aufhielt, liess keine Wünsche offen.

Der erste Tagesausflug führte die Reisegruppe auf die Brijuni-Inseln, auf eine kleine Inselgruppe an der kroatischen Adria. Seit 1983 ist diese Inselwelt als Naturpark unter besonderen Schutz gestellt. Nur die grösste der Inseln - Veil Brijuni - ist für den Tourismus zugänglich. Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt im Safaripark und auf der ganzen Insel, vor allem aber der wohl älteste Olivenbaum des Mittelmeerraumes, dessen Alter über 1'600 Jahre betragen soll, hinterliessen einen grossen Eindruck.

An den folgenden Tagen wurden mit der Reiseleiterin Goga eine ganze Reihe von Städten besucht und bewundert:

Umag, eine kleine mediterrane Hafenstadt, mit der im Jahre 1757 erbauten Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und dem freistehenden historischen Glockenturm St. Pellegrinus.

Die Altstadt von Porec wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Besonders interessant war die Führung durch den zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert entstandenen Kirchenkomplex mit der Basilika von Euphrasius und dem bischöflichen Palais.

Die Hauptsehenswürdigkeit von Pula ist das Amphitheater, das sechstgrösste Europas. Nach dem Niedergang des römischen Reiches hatte es seine eigentliche Bestimmung verloren und diente dann lange Zeit als "Steinbruch".

Das Städtchen Motovun, eine kompakte alte Stadtanlage zuoberst auf einer Hügelkuppe. Die ehemalige venezianische Herrschaft gab Motovun das heutige architektonische Gepräge.

Groszjan war in der Mitte des 20. Jahrhunderts praktisch menschenleer. Den Aufschwung zur heutigen Künstlerstadt mit Musikkursen und Konzerten verdankt Groszjan einem Bildhauer, der 1965 erwirkte, dass die verlassenen und dem Zerfall geweihten Gebäude von ungefähr dreissig Künstlern unentgeltlich bewohnt werden durften.

Opatija ist das bedeutendste Beispiel eines mondänen Seebades an der österreichischen Riviera zur Zeit der Donaumonarchie. Viele Bauten weisen heute noch auf die Glanzzeiten dieser Stadt hin.

In Rovinj gelangt man durch die venezianische Porta Balbi aus dem 17. Jahrhundert in die Altstadt mit ihren verwinkelten Gässchen und zur dreischiffigen barocken Kirche der heiligen Euphemia zuoberst auf dem Stadthügel. Den zweiten Teil des Tages verbrachte die Gruppe am Lim Fjord und genoss die einstündige Schifffahrt.

Auch die kulinarische Seite kam nicht zu kurz:

In der Nähe von Umag konnten vier verschiedene Olivenöle degustiert und mit Olivenöl verfeinertes Trockenfleisch und Käse genossen werden.

Die einfachen istrischen Spezialitäten - Suppe - Teigwaren mit Fleisch - Krapfen - mundeten allen. Und eine Tanzgruppe sorgte mit ihren Vorführungen für eine willkommene Abwechslung.

Das Trüffelmittagessen in Livade, serviertmit einem Glas Wein, dessen Reben von einer neuen Winzergeneration erfolgreich gepflegt werden, war ein weiterer Höhepunkt.

Nach der Ankunft in Niederwil am Abend des letzte Reisetages blickten alle auf eine Pfarreireise mit vielen Höhepunkten zurück und waren dankbar dafür, dass alle die Ferienwoche in Istrien in vollen Zügen geniessen durften.