Zweimal jährlich, im Frühling und im Herbst, treffen sich die Seelsorger und Katechetinnen des röm.-kath. Pastoralraums Region Aarau zu einem halbtägigen Austausch. Im Zentrum dieser 15. Seelsorgekonferenz in Oberentfelden stand diesmal die Strategie bis 2020. Die Schwerpunkte: Öffnung der Pfarreiangebote zum Pastoralraum und die Migranten in unserer Mitte (rund 50 Prozent der 21‘000 Mitglieder haben einen Migrationshintergrund).

30 Vertreter und Vertreterinnen der fünf  röm.-kath. Pfarreien (Aarau, Buchs-Rohr, Entfelden, Schöftland und Suhr-Gränichen) trafen sich in der Pfarrei St. Martin in Oberentfelden zum Gespräch. Pastoralraumleiter Beat Niederberger stellte die sechs strategischen Schwerpunkte für die nächsten fünf Jahre vor:

  1. Die fünf Pfarreien sind selbständig und gestalten die Pastoral
  2. Im Pastoralraum pflegen wir die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit (Nutzung der Ressourcen der bestehenden Fachstellen und Aufbau der neuen Jugendarbeitsstelle)
  3. Wir verstärken unsere Aufmerksamkeit für Migrantinnen und Migranten (etwa mit der Übersetzung von Grundlagendokumenten auf Pfarreiebene)
  4. Wir gestalten pastorale Handlungen nach gemeinsamen Standards (z. B. Sakramente, Umgang mit Menschen in Not an der Pfarrhaustür)
  5. Wir sind vorbereitet, Krisen zu bewältigen (Erarbeitung eines entsprechenden Kommunikationskonzepts in jeder Pfarrei)
  6. Wir haben eine vernehmbare Stimme nach aussen (pointierte Äusserung zu kirchlichen und gesellschaftlichen Fragen nach festgelegtem Prozess)

Aufgeteilt nach Funktionen haben die Anwesenden die Umsetzung der Strategie in Arbeitsgruppen diskutiert und vertieft.

Vonseiten der Kommunikation stand zudem ein Referat zur Kirchenreputationsstudie auf dem Programm. Diese wurde letztes Jahr im Rahmen einer überkonfessionellen Konferenz in Zürich vorgestellt. In Gruppen machten sich die Teilnehmenden anschliessend Gedanken über drei Themen: Förderung der Mitarbeitenden als wichtigste Reputationsträger, Massnahmen zur Imageverbesserung und Ziele für das Image im Pastoralraum bis 2020.