Pünktlich zum Herbstbeginn gab es am Samstag, den 19. September, den schon traditionellen Panoramawechsel in Giuseppe Canovas Galerie «Il Carrozzone» in Bottenwil.
Te. Die vier zehn Meter langen und rund 80 Zentimeter hohen Gemälde sind zwischen 1977 und 1986 entstanden und ermöglichen eine 360-Grad-Panoramasicht vom Bottenwiler «Forehoger» aus. Diese gross¬flächigen Panoramen aus den verschiedenen Jahreszeiten gelten als Meisterwerke Giuseppe Canovas.
Permanente Ausstellung
Giuseppe Canova, 1924 in Modena geboren, verbrachte seine Jugend im toscanischen Viareggio. Er studierte in Pisa und wirkte von frühester Jugend an in verschiedensten kulturellen Kreisen mit. Seit 1965 lebt Giuseppe Canova mit seiner Frau Heidi in Bottenwil. In der Ausstellung sind Landschaften aus der Schweiz und Italien, aber auch Figuren, Zirkusbilder, Blumen, Stilleben und Keramikwerke zu sehen, in denen sich die vielfältigen künstlerischen Ausducksmöglichkeiten Giuseppe Canova widerspiegeln. In die Ausstellung eingestreute Linolschnitte mit den entsprechend eingefärbten Druckplatten erklären am Beispiel der «Flötenspielerin» diese alte Art der bildlichen Darstellung. Ein bewegendes Werk ist vor allem auch das neue von Giuseppe Canova unter dem Eindruck des Erdbebens in den Abruzzen im April enstandene Bild «Verzweiflung, aber auch Hoffnung», in dem die vernichtenden Naturgewalten in Form eines blühenden Kirschbaumes zumindest etwas von ihrem Schrecken verlieren. Mitte Juni überreichte Giuseppe Canova ein Bild dem Stadtmuseum in Gaeta, wo der Künstler früher ein Studio direkt am Meer hatte.
Der Besuch der Ausstellung im «Il Carrozzone» ist auf telefonische Vereinbarung unter 062 721 29 51 jederzeit möglich. Tauchen Sie ein in die künstlerische Welt Giuseppe Canovas, der ein grosses Herz für die Benachteiligten dieser Welt hat und regelmässig aus dem Erlös seiner Werke namhafte Beträge an Bedürftige spendet.

Bilder: Panoramawechsel vom Sommer zum Herbst: Giuseppe Canova hat auch die mechanische Wechselvorrichtung selbst gebaut.

«Verzweifung, aber auch Hoffnung»: Dieses Bild ist den Erdbebengeschädigten in den Abruzzen gewidmet.