Sarmenstorf

Palmsonntag

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Jeweils am Palmsonntag ziehen viele Gläubige mit selbstgemachten Palmen in die Kirchen ein. Die Palmen schmücken danach noch ein paar Wochen die Gärten und erinnern an den Einzug Jesu in Jerusalem, sein Sterben aber auch an seine Auferstehung. Unter dem Jubel des Volkes kam er auf einem Esel geritten in die Stadt. Die Juden nahmen Palmzweige, gingen ihm entgegen und legten die Zweige vor ihm auf die Strasse. Es war zur Zeit des Neuen Testaments ein Zeichen des Sieges und um die Vorbeiziehenden zu ehren. In unserem Klima werden anstelle der Palmen Buchs, Eibe oder andere Zweige verwendet. Am Samstag machten über 20 Familien im Pfarreitreff ihre ganz eigene Palme. Viele Stechpalmblätter, die an die Dornenkrone Jesu erinnert, wurden auf einen Drahtring aufgesteckt. Der Ring bedeutet Unendlichkeit, weder Anfang noch Ende, sowie Gottes Liebe zu den Menschen. Zwischen den Blättern kamen einzelne Äpfel, symbolisch für die Versuchung und Sünde, von der uns Jesus am Kreuz erlöst hat. Die fertige Palme wird mit einem Band in den liturgischen Farben rot oder violett noch ausgeschmückt. Am Sonntag sah man vor der Sarmenstorfer Kirche, dass auch bei manchen zu Hause der Brauch des Palmen binden noch gepflegt wird. Eine grosse Gemeinschaft zog in einer kurzen Prozession mit ihren Palmen in die Kirche ein und feierte zusammen den Gottesdienst. Die Palmblätter vom letzten Jahr werden in der Osternacht am Osterfeuer verbrannt. Von der Asche des letztjährigen Feuers wird zu Beginn der Fastenzeit ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet und erinnert uns Menschen daran, dass nun die Zeit der Busse und des Verzichts gekommen ist und wir uns mit Körper und Seele auf Ostern vorbereiten sollen. Am diesjährigen Feuer wird die neue Osterkerze angezündet und im Gottesdienst die Auferstehung Jesu gefeiert.

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