Über 900 Kinder und Jugendliche zeigten am zweiten Septemberwochenende in Sirnach vor 16 Jurorinnen und Juroren sowie zahlreichem Publikum ihr musikalisches Können. In vielen Stunden haben sie sich für eine der 60 (!) verschiedenen Solo- und 8 Ensemblekategorien vorbereitet. Bei einigen davon mischen seit ein paar Jahren eine junge Musikerin und zwei junge Musiker aus der Region ganz vorne mit:

Salvea Friedrich aus Niederrohrdorf erreichte mit ihrer Querflöte in der Kategorie des Slowmelody-Wettbewerbes, wo ein unbegleitetes, langsames Stück vorzutragen ist, nach 2015 zum zweiten Mal den ersten Platz. In diesem Jahr wurde ihr ausdrucksstarkes Flötenspiel sogar mit der höchsten Bläserwertung (195 von 200 Punkte) des ganzen Wochenendes belohnt. Nicht umsonst kann die 16-jährige Kantonsschülerin der Alten Kanti Aarau als eine der 15 Teilnehmenden der musikalischen Spitzenförderung der Aargauer Kantonsschulen von ihrem Flötenlehrer Walter Feldmann besonders gefördert werden.

Sandro Erni aus Untersiggenthal zeigte dieses Jahr mit seiner Trompete zwei ausgezeichnete Leistungen: Sowohl in der Slowmelody- als auch der Solokategorie erreichte er jeweils den ersten Platz. Die Jury lobte die technische Perfektion, verbunden mit Klangschönheit und Leichtigkeit und belohnte den 14-Jährigen am Sonntag gar mit der höchsten Trompetenwertung.

Der 11-jährige Trompeter Ganvai Friedrich aus Niederrohrdorf erreichte seit seiner ersten Teilnahme im Jahr 2012 von fünf Soloteilnahmen insgesamt vier Podestplätze. So auch in diesem Jahr, wo er nach 2014 zum zweiten Mal die Slowmelody-Kategorie gewann. Sein spielerisches Niveau und seine Klangschönheit erstaunen und begeistern immer wieder Jury und Publikum gleichermassen.

Seit vier Jahren sind Sandro Erni und Ganvai Friedrich auch gemeinsam als Trompetenduo «Two for the Road» unterwegs. Inzwischen sind die beiden Trompetenschüler von Matthias Merki (Musikschule Untersiggenthal Turgi und Musikschule Region Baden) ein eingeschworenes Duo, wo keiner mehr den anderen missen möchte. Nachdem sie beim Sirnacher Wettbewerb bereits 2014 und 2015 zuoberst auf dem Treppchen der Duokategorie gestanden hatten, mussten sie dieses Jahr bei den «Fortgeschrittenen» starten. Ihr ehrliches, kommunikatives Spiel wurde bei den «Grossen» mit einem achtbaren 3. Platz belohnt – immerhin sind sie bis zu 11 Jahre jünger wie die Konkurrenz. So bewies das Duo «Two for the Road» einmal mehr, dass sein 1. Preis beim Finalwettbewerb des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb im Mai 2016 kein Zufall gewesen war.