Lupfig

Osterexkursion 2012 Natur- und Vogelschutzverein Lupfig

megaphoneLeserbeitrag aus LupfigLupfig

Erfolgreiche Vogelexkursion am Karfreitag am Genfersee.

Mehr als 60 Vogelarten bekam der Natur- und Vogelschutzverein Lupfig an einem einzigen Tag im Naturschutzgebiet „Les Grangettes“ am Genfersee zu Gesicht und zu Gehör. Insgesamt wurden dort im Rhonedelta in der Nähe von Noville/Villeneuve schon über 260 der gefiederten Arten beobachtet. Der Karfreitag präsentierte sich den lupfiger Hobbyornithologen von seiner schönsten Wetter- und Vogelseite.

Da ein Kleinspecht, dort ein Gartenbaumläufer und irgendwo in weiter Ferne ruft ein Wiedehopf. Der Kleiber sucht sein Weibchen und ruft: „Wyb, Wyb, Wyb…“. Schon lacht ihn der Grünspecht aus und der Buntspecht trommelt den Takt dazu. Um nach dem vielen Hämmern Kopfschmerzen zu verhindern, ist das Gehirn stossdämpfend gelagert. In einer anderen Ecke des Waldes ruft der Zilpzalp seinen Namen. Die Vogelliebhaber werden auf dem ganzen Weg von der Kohlmeise begleitet. Sie hat ein grosses Gesangsrepertoire, doch hauptsächlich hört man von ihr: „Znüni-znüni…“. Der mehrmals wiederholte Kommentar der Singdrossel bleibt nicht aus. Hoppla, wiehert da ein Pferd am Himmel? Keine Angst, noch immer können Pferde nicht fliegen – es ist ein Schwarzmilan, der seine Kreise hoch in den Lüften zieht. Am Wasser können die Vogelliebhaber versteckt hinter einer Hide die Balz und den Nestbau des Haubentauchers beobachten. Ständig werden unter den Enten, Sägern, Möwen usw. immer weitere Arten entdeckt. Plötzlich ein leises, aber aufgeregtes Gemurmel hinter Feldstechern und Fernrohren – da!!! – der Eisvogel in seiner ganzen Farbenpracht! Auf dem Rückmarsch bewegt sich etwas am Kanalrand, denn dort versteckt sich das kleine Sumpfhuhn sehr gut im Schilf, lässt sich leider nicht fotografieren. Kaum ein paar Schritte weiter schlagen die Beobachterherzen wieder höher. Neben dem Teichrohrsänger flattert ein Blaukehlchen aus dem Schilf. Wunderschöne Erinnerungen bleiben an einen prächtigen Tag in unserer fantastischen Natur, die es sich zu schützen lohnt.

Am folgenden Morgen wurde wegen schlechtem Wetter auf die Frühexkursion verzichtet. Doch auch dieser Tag brachte nach dem Frühstück Überraschungen wie Mittelsäger, Rotschenkel, Waldwasserläufer, Alpenstrandläufer und einen Schwarzmilan, der sich nach genauem Hinsehen als Rohrweihe mit seinem hellen Scheitel entpuppte. Mit den Feldornithologen lernt man genaues Beobachten. Es ist eine wunderschöne Herausforderung, die vielen kleinen Details zu erkennen.

Natur- und Vogelschutzverein Lupfig, Beata Nussbaum, 13.04.2012

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