Mit diesem Motto leitete die Schulpflegepräsidentin, Lydia Spuler, am Schulschlussessen vom 1. Juli 2015 den Abschluss des Schuljahres an der Schule Endingen ein. Offene Türen bieten immer die Möglichkeit für neue Perspektiven, Ideen und Veränderungen, die entweder durch die offene Tür zu einem kommen, oder die man in die Welt hinaustragen kann. Zusammenarbeit wird durch diese Durchlässigkeit erst  möglich. Sollte einmal eine Türe verschlossen sein, so lohnt es sich anzuklopfen, um zu erfahren, was einen erwartet.

Im letzten Jahr öffneten sich die Schultüren eine ganzen Woche lang für Interessierte. Es wurde erstmals eine Besuchswoche anstelle einzelner Besuchstage durchgeführt. Mit Projekten im Bereich Theater, Film und Zirkus zog die Schule Besucher an, die sich zahlreich davon begeistern liessen.  Es sei schön, die Verbundenheit mit Eltern und Dorf auf diese Weise zu spüren. Als weitere Neuerung wurde die Schülerzeitung „Schuelluus“ ins Leben gerufen, die über die Schule aus der Perspektive der Schüler berichtet. Sie wird übrigens jeweils auf der Internetseite der Schule www.schule-endingen.ch veröffentlicht und ist damit für alle zugänglich. In diesem Schuljahr, so die Präsidentin, wurde erstmals durch die Schulpflege eine interne Schulevaluation durchgeführt.  Die Befragung und Auswertung erlebten die Mitglieder der Schulpflege als interessant und lehrreich. Anlässlich des Elternabends der Schulpflege wurde über die Resultate berichtet.

Dieses Jahr ist es auch zu grossen Veränderungen bei den Lehrpersonen gekommen, wie die Schulleiterin, Brigitte Lehner, den Anwesenden berichtete. Sie gratulierte den sechs Lehrerinnen, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben und an der Schule Endingen weiter unterrichten werden. Sie würdigte auch die Leistungen und den Einsatz der austretenden Lehrpersonen und begrüsste die Neuen. Für das neue Schuljahr konnten alle Stellen wieder besetzt werden.

Veränderungen gab es auch bei den Senioren im Klassenzimmer, ein Projekt, das vor fünf Jahren in Endingen als Pilot gestartet wurde und sich sehr erfolgreich entwickelt hat. Lehrpersonen, Senioren und Kinder – sie alle profitieren von dieser Zusammenarbeit. Die Schulleiterin würdigte die Senioren, die mit dem Projekt das 5 jährige Jubiläum feiern dürfen und verdankte ihren Einsatz. Einige von ihnen verlassen die Klassenzimmer in Endingen.

Gemeinsam würdigten Lydia Spuler und Brigitte Lehner den Einsatz und die Verdienste von  Doris Wiederkehr und Annemarie Schönenberger, die beide in den wohlverdienten Ruhestand übertreten. Beide haben mit ihrem kontinuierlichen Einsatz, neuen Ideen und Projekten den Schulalltag geprägt.

Doris Wiederkehr verbrachte 41 Jahre an der Schule Endingen. Mit ihrer direkten Art sich zu äussern – auch mit kritischen Bemerkungen -  bereicherte sie manche Diskussion. Ihr Markenzeichen, eine laute Stimme, flösste wohl nicht nur den Kindern Respekt ein. Dass die Kinder sie als gute Lehrerin schätzten, haben nicht nur die eigenen Kinder berichtet. Annemarie Schönenberger  begann vor 25 Jahren als Musiklehrerin und Legasthenie-Therapeutin an der Schule Endingen zu unterrichten. Mit Musik als ihre Leidenschaft inszenierte sie schon mit Samuel Balmer etliche Theateraufführungen, die den Kindern jeweils noch lange in Erinnerung geblieben sind.  

Bei der Verabschiedung der sechsten Klasse am Freitag, 3.7.2015, verabschiedeten auch die Kinder die beiden Lehrerinnen  mit Darbietungen und Geschenken. Erstmals wurde mit beiden Schulstandorten Endingen und Unterendingen zusammen der letzte Schultag des Jahres mit einer Feier beendet. Das anschliessende Mittagessen bot Gelegenheit sich auszutauschen und dabei auch neue Türen aufzustossen.
(Andreas Lüscher, Schulpflege Endingen)