Wettingen

Ökumene im Kloster Wettingen

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Nachmittag im Zeichen des ökumenischen Miteinanders

Der Nachmittag des Pfingstmontags stand in der Klosterkirche Wettingen ganz im Zeichen des ökumenischen Miteinanders. Die Ökumenische Bruderschaft vom Heiligen Grab zu Jerusalem, kurz COSSH (Confraternitas Oecumenica Sancti Sepulcri Hierosolymitani) war Gast im Pfingstvespergottesdienst der Christkatholischen Kirchgemeinde Baden-Brugg-Wettingen. Die Bruderschaft, die ursprünglich auf eine Pilgerbruderschaft aus dem 14. Jahrhundert aus der Holländischen Stadt Utrecht zurückgeht (heute Sitz des alt-katholischen Erzbischofs, auch für die Christkatholiken in der Schweiz der höchste kirchliche Würdenträger in Europa), ist seit über 30 Jahren sehr aktiv auf dem Gebiet der Ökumene. Seit einiger Zeit ist Abt Klaus Schlapps OPR, Vorsteher der ökumenischen Zisterzienser-Abtei St. Severin aus Kaufbeuren (D), der neue Grossprior der Bruderschaft, und Pfr. Wolfgang Kunicki (Christkatholische Kirchgemeinde Baden-Brugg-Wettingen) im Vorstand der ökumenischen Vereinigung. Die Ziele der Bruderschaft sind zum einen die Förderung der christlichen Ökumene in den eigenen Gemeinden der Mitglieder und zum anderen mit einer klaren Haltung für die Verteidigung der christlichen Grundwerte ohne Konfessionalismus in unserer Gesellschaft einzutreten.
So konnten am Jahrestreffen der Bruderschaft zahlreiche Mitglieder aus der Schweiz und dem angrenzenden Deutschland neu aufgenommen werden: u.a. durfte die Bruderschaft Judith Uebersax, Kantonspolitikerin aus dem Kanton Schwyz; ThDr. Jan Peter Vins von der Theologischen Fakultät der Universität Bern; Günter Wieland, Präsident der Arbeiterwohlfahrt Stockach (AWO, grosser deutscher Wohlfahrtsverband) und verschiedene Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft in ihren Reihen neu willkommen heissen.
Die Bruderschaft zeichnet durch ein Verdienstabzeichen jedes Jahr Männer und Frauen aus, die sich im Alltagsleben besonders der ökumenischen Offenheit verdient gemacht haben. Karitativ ist die Bruderschaft ebenfalls tätig, so auch durch Engagement ihrer Mitglieder in verschiedenen Hilfswerken. Die Bruderschaft als reine geistliche Gemeinschaft betreibt keine eigenen Hilfswerke, aber durch das Engagement ihrer Mitglieder werden so die Christlichen Grundwerte der Nächsten- und Gottesliebe konkret in Tat und Wahrheit umgesetzt. Beim anschliessenden Apéro konnten sich alte und neue Mitglieder aus nah und fern näher kennenlernen. Der Tag wurde, abschliessend durch eine von Pfr. Wolfgang Kunicki angebotene Führung durch die wunderschöne Anlage des ehemaligen Zisterzienserklosters Wettingen, dessen Kirche ökumenisch durch die römisch-katholischen und christkatholischen Gemeinden genutzt wird, zu einem für alle unvergesslichen Erlebnis.

Bild: Die Mitglieder der Ökumenischen Bruderschaft vom Hl. Grab zu Jerusalem (COSSH) u.a. Judith Uebersax, Schwyz (3. V links 1. Reihe) und Günter Wieland, AWO Stockach (2 v. rechts 2. Reihe) und ThDr. Petr Vins, Uni Bern (rechts 1. Reihe) um ihren Grossprior Abt Klaus Schlapps OPR (Mitte) anlässlich des Jahrestreffens COSSH in Wettingen

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