Das Steueramt der Gemeinde Oberentfelden bereitet sich auf die Einführung von Digitax vor. Mit Digitax kann effizienter veranlagt und archiviert werden. Für die Steuerpflichtigen ändert sich nur, dass inskünftig Belegkopien zur Steuererklärung ausreichen, also keine Originaldokumente mehr benötigt werden.

Bald ist es wieder soweit. Herr und Frau Schweizer füllen ihre Steuererklärungen für das Jahr 2012 aus, entweder manuell oder mit einem PC-Programm. Im Kanton Aargau steht das Programm "Easy-Tax" zur Verfügung. Mehr als 60 % der Steuer­pflichtigen verwenden Easy-Tax und haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Steuererklärungen werden eingescannt

Mit Digitax, einer Dienstleistung des Kantonalen Steueramts, wird ein weiterer Schritt zur Effizienzsteigerung des Veranlagungsverfahrens unternommen. Die eingereichten Steuererklärungen und alle Belege werden durch eine spezialisierte Firma eingescannt und dem Steueramt digital zur Verfügung gestellt. Für die Steuerpflichtigen ändert sich nicht viel. Immerhin müssen zur Erleichterung keine Orginalbelege eingereicht werden. Die Unterlagen werden nach dem Scanning nicht mehr zurückgesandt. Veranlagungen und Rechnungen werden aber wie bisher per Post ins Haus geschickt. Die Steuerdaten werden elektronisch archiviert. Sobald eine Steuerveranlagung rechtskräftig ist, werden die dazugehörenden Papierakten vernichtet.

Bildschirm am Schalter

Die Umstellung auf Digitax bedingt, dass pro Arbeitsplatz zwei grossformatige Bildschirme eingesetzt werden. Auf einem Bildschirm wird das Veranlagungs­programm VERANA bedient. Auf dem zweiten Bildschirm erscheinen die ein­gescannten DIGITAX-Belege. Die Veranlagungsfachleute verfügen damit an ihren Arbeitsplätzen digital über die Steuerinformationen und können Verknüpfungen herstellen. Am Schalter wird ebenfalls ein Bildschirm eingerichtet, damit Steuer­pflichtigen Auskunft über das Veranlagungsverfahren erteilt werden kann.

Langfristig werden Ressourcen eingespart

Der Einsatz von Softwarelösungen führt in der Regel selten zu sofortigen Kosteneinsparungen. Im Gegenteil, zuerst müssen Investitionen in die Hardware und die Schulung des Personals getätigt werden. Läuft das digitale Veranlagungs­verfahren einmal, werden jedoch zunehmend Ressourcen eingespart. So ist der Gemeinderat überzeugt, dass das Steueramt trotz der stets steigenden Einwohner­zahl und des immer komplizierter werdenden Veranlagungsverfahrens bis auf weiteres mit dem jetzigen Personalbestand arbeiten kann.

Rückerstattung zu viel bezahlter Steuern

Künftig werden zu viel bezahlte Steuern nicht mehr mit den violetten Checks, sondern direkt auf ein Konto ausbezahlt. Zu diesem Zweck werden bei allen Steuerpflichtigen die Kontoangaben erhoben. Wenn bereits ein Konto zur Rück­erstattung der Verrechnungssteuer gemeldet ist, wird dieses als Vorschlag auf­geführt. Es kann im Easytax oder in der Steuererklärung bestätigt oder geändert werden. Das neue System wird bei den kantonalen und kommunalen Steuern im Juli 2013 eingeführt. Zu viel bezahlte Bundessteuern werden schon ab Februar 2013 auf diesem Wege zurückerstattet.

Fristerstreckung übers Internet beantragen

Unter www.ag.ch/steuern können Fristerstreckungen zur Abgabe der Steuerer­klärung neu auch über das Internet beantragt werden. Zur Sicherheit und zur Identifikation wird ein persönlicher Code benötigt. Dieser ist auf Seite 1 der Steuererklärung am linken Rand aufgedruckt.

Steuerinfos für Jugendliche

Unter www.steuern-easy.ch finden Jugendliche eine Seite mit wertvollen Informationen und vielen Tipps zum Thema Steuern. Reinklicken lohnt sich!