Frick

Novemberstimmung

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54 Schüler der Sereal Frick schrieben an jedem Tag des Novembers 15 Minuten an ihrer Geschichte. Hier die Geschichte von Sandro, Sek 1b

Kapitel 1 - Die Stimmen
Karl, der 9-jährige Junge hatte Angst, allein in den Keller zu gehen, denn immer, wenn er es versuchte, hörte er seltsame Geräusche. Ob er sich das nur einbildete, wusste er selber nicht genau. Karl war gerade erst nach New York gezogen und war immer noch sehr traurig wegen des Umzugs. Es wahr ein kalter, stürmischer Tag, als Karl seine Augen öffnete. Heute war sein erster Schultag in der neuen Schule. Er zog sich an und machte sich auf den Weg in die Küche. Seine Mutter arbeitete heute früher als sonst, weil sie Überstunden machen musste, um die Miete für das neue Haus zu bezahlen. Karl war also alleine zu Hause. Er öffnete den Kühlschrank, um die Milch heraus zu nehmen, doch die Milch war ausgegangen. Also musste er in den Keller, um welche zu holen. Er ging ganz langsam die alten Stufen hinab, als er plötzlich wieder die Stimme hörte.


Kapitel 2 - Unerwarteter Besuch
Er zuckte vor Schreck zusammen, als die Stimme zu ihm sagte: «Karl komm zu mir, komm, komm ruhig näher heran, damit ich dich zerquetschen kann.»
«Was? Nein, bitte nicht ... und woher kennst du meinen Namen?», stammelte Karl. Er erwartete eine Antwort, doch sie blieb aus. Nach einer Weile wurde es ihm zu doof und er ging wieder hoch.
Als er auf die Uhr schaute, sah er, dass es schon acht war, er musste sich beeilen. Er spurtete zur Haustüre, zog seine Schuhe an und stieg auf sein Velo . Er raste durch die engen Gassen, vorbei an den lärmenden Strassen, bis er bei der Primarschule von New York anhielt. Die andern Schüler schauten komisch, als sie den neuen Schüler sahen. Er machte die schwere Metalltüre auf und ging ins Schulhaus hinein. Er suchte das Büro des Rektors und schaute sich um. Er ging die Treppe hinauf, doch da war nichts. Er ging wieder runter, sah sich nochmals um, aber konnte es nicht entdecken. Plötzlich hörte er Stimmen, die seltsam klangen, irgendwie, wie die aus dem zu Hause. Er hörte Schritte. Er sah sich suchend nach einem Versteck um, doch es war schon zu spät.


Kapitel 3 - Die Flammen
Er sah direkt in die Augen einer finsteren Gestalt, die Augen leuchteten grün die Zähne leuchteten im schwachen Licht und der Rest des Körpers war behaart. Karl schrie auf, doch niemand hörte ihn. Er war verzweifelt, denn er hatte festgestellt, dass er im Keller der Schule war. Das Monster packte ihn und rannte los, doch es kam nicht weit, denn vor der Türe stand ein weisshaariger Mann, der seinen Mund öffnete und Feuer spie. Karl sah wie die Flammen auf ihn zukamen - und dachte: «Jetzt ist es vorbei!»


Kapitel 4 - Drohung

Gerade als die Flammen so nahe waren, dass sie Karls Nase berührten, machte auch sein Entführer den Mund auf und pustete. Kein normales Pusten, sondern ein kräftiges. So, als ob er die ganze Luft aus seinem Körper pusten würde. Die Luft flog direkt auf die Flammen zu und bliess sie aus. Doch der weisshaarige Mann gab nicht auf. Er zog zwei verzierte Schwerter aus den Schultern und schwang sie bedrohlich! Er kreuzte die Schwerter und sprang auf das behaarte Wesen zu. Die Bestie liess Karl fallen und stiess ihn zur Seite. Sie sank auf die Knie und sagte: «Nimm die Göre, doch sei sicher, dass ich sie wiederfinde. Denn wenn er mal bei Osir ist, dann hat er seinen letzten Atemzug gemacht.»

Kapitel 5 - Das Beben
Karl brachte seinen Mund vor Staunen nicht mehr zu. Der weisshaarige Mann sagte: «Kleiner, jetzt hattest du Glück!» Dann lief er weg. Karl lief ihm schnell hinterher. Als er ihn eingeholt hatte, dreht sich der Weisshaarige um und ermahnte Karl: «Hey Kleiner, ich habe dir gerade das Leben gerettet, sei gefälligst nicht so aufdringlich!» Ja, entschuldige, ich bin einfach sehr durcheinander», sagte Karl kleinlaut. Plötzlich fing es an zu beben. Der weisshaarige Mann sagte: «Komm, ich bringe dich in Sicherheit!»

Kapitel 6 - Was passiert mit New-York
Es fing immer fester an zu beben. Der weisshaarige Mann packte Karl am Arm und rannte los. In höllischem Tempo hetzten sie durch die engen Gassen von New York. Er hielt Karl immer noch fest. Am Anfang konnte dieser noch mitrennen, doch dann wurde es immer schneller und schneller, bis Karls Beine nur noch am Boden nachschleiften. Plötzlich hielt der Mann ruckartig an. Sie waren vor Karls Haus angekommen. Karl sah zum Nachbar Haus hinüber, das ganz langsam in feinen Staub zerbrach. Er sah sich weiter um und blickte zu den anderen Häusern, die auch zerfielen. Karl schrie: «Das gibt es doch nicht!» Er blickte zu dem Weisshaarigen hinüber, doch da war niemand mehr zu sehen. Nur ein Haufen Sand!

Kapitel 7 - Der Retter ist der Mörder
Überall lag Sand ausser bei seinem Haus! Was hat das alles zu bedeuten, dachte er. Ihm wurde schwindlig und er musste sich hinsetzen! Doch als er dies tun wollte, hörte er wieder dieses Grollen. Es passierte nichts. Für einen Moment war alles still, danach zerbrachen alle kleinen Gebäude in Sand, nur die Hochhäuser nicht; sie standen einfach so da, wie wenn gerade nichts passiert wäre. Karl guckte zum Himmel und sah eine riesige Flutwelle direkt auf New York zurasen! Er dachte nur noch an eines: sofort ins Haus rennen. Er sprang auf und rannte los.
Am Haus angekommen rannte er ohne lange zu überlegen in den Keller. Er machte ganz langsam die Türe auf und sah hinein, doch das hätte er besser nicht gemacht!

Kapitel 8 - Der Streit
Ihm blieb vor Schreck fast das Herz stehen als er diesen schockierenden Körper sah. Er machte das Licht an und betrachtete den toten Körper genauer und musste feststellen dass er diesen Menschen kannte...sehr gut kannte! Es war seine Mutter! Doch damit nicht genug. Daneben stand der weisshaarige Mann mit seinen beiden Schwertern! Karl schrie ihn an: «Was hast du gemacht? Bist du noch ganz helle im Kopf?» «Hey, krieg dich wieder ein, sie war im Weg und ausserdem brauchst du sie ja jetzt eh nicht mehr», antwortete der andere frech. «Ach das glaub ich einfach nicht», fing Karl schon wieder an. Da platzte dem weisshaarigen Mann der Kragen und er zückte seine Schwerter.

KAPITEL 9 - Raus mit der Sprache
Karl schrie auf, doch der weisshaarige Mann schleuderte das Schwert auf ihn. Doch zu Karls Erstaunen flog das Schwert über ihn drüber. Er hörte ein leises Stöhnen hinter sich. Als er sich umdrehte, sah er das Schwert in der Brust eines geflügelten Mannes stecken. Im nächsten Augenblick fiel der tot um.
Karl war geschockt und konnte das alles nicht mehr länger ertragen. Er ging ohne etwas zu sagen aus dem Keller, rauf ins Wohnzimmer. Er schaute aus dem Fenster und sah wie Flutwelle auf ihn zuraste. Er hörte schon das Rauschen des Wassers, das bedrohlich auf ihn zuschoss. Im letzten Moment sprang er auf und rannte in die Küche. Er schloss die Tür ab und stieg aus dem Küchenfenster. Er stand jetzt hinter dem Haus, so ging es länger, bis die Flut ihn erreichte. Er wartete geduldig, doch nichts geschah. Er wagte, nach vorne zu gehen. Da sah er, dass all das Wasser über das Haus schoss.
Seltsamerweise blieb das Haus trocken. Karl raste wieder in den Keller, wo immer noch der weisshaarige Mann stand, als ob nichts wäre. Jetzt platzte Karl der Kragen und er schrie: «Du Verrückter, du hast meine Mutter umgebracht und du hast mir nicht einmal gesagt, wer oder was du bist. Und ausserdem... was passiert hier eigentlich? Dieses Haus geht nicht kaputt, egal was auch passiert! Wenn du eine Spur von Normalität hättest, würdest du mir alles erklären, aber nein du musst ja immer so stur und so streng sein.» Der weisshaarige Mann antwortete mit sanfter Stimme: « OK, wenn dir das so wichtig ist, erkläre ich dir alles! Also, es war so: Alle fünfhundert Jahre ziehen hier neue Leute ein. Die Stimmen, die du im Keller hörtest, waren Signale, die dich von Anfang an hierher locken wollten, doch du hörtest nicht, also wurde ich ungewollt ungeduldig und man setzte mich dazu an, dich zu finden. Als ich dich aufgespürthatte, kam ein Leibwächter von Osir. Osir ist der Herrscher der Unterwelt, der mich angesetzt hat, dich zu finden und zu ihm zu bringen. Doch Osir ging es zu lange. So setzte er seine Leibwächter auf dich an. Als diese auch versagten, wurde er so zornig, dass er die ganze Welt zerstören wollte.» Er machte eine kleine Pause und fuhr dann fort: «Du musst in die Unterwelt mitkommen, sonst zerstört Osir die ganze Welt. Doch wenn du erst mal in der Unterwelt bist, kommst du nie mehr da raus!»

Kapitel 10 - Die Entscheidung
«Was bringt mir das?», fragte Karl. «Es ist deine Entscheidung. Du oder die Erde!», gab der Weisshaarige zu bedenken. «Hör zu», meinte Karl, «ich muss mir das gut überlegen. Was macht Osir mit mir und all den anderen, die in diesem Haus wohnten?» « Es heisst, dass Osir ein Vampir ist. Du musst einen Test bestehen, um am Leben zu bleiben! Entweder wird dir das Blut ausgesaugt, da er ja ein Vampir ist, oder er beisst dich in den Nacken und macht dich auch zu einem Vampir! Irgend wann hat er eine ganze Armee voll. Und wenn alle Kreaturen von der Unterwelt tot sind, dringen sie in die Menschenwelt ein und vernichten alle Menschen auf der ganzen Erde.» «Das heisst ja, dass die Erde so oder so zerstört wird oder?» «Ja,....es gibt aber noch eine Hoffnung: Wenn wir es schaffen, alle Kreaturen der Unterwelt in den Eingang von Osirs Schloss zu bringen und im Gang der Wünsche Osir zu besiegen, dann ist alles vorbei. Die Welt geht nicht unter, aber du bleibst für immer in der Unterwelt gefangen!»
«OK, ich machs», sagte Karl ganz leise. Sehr leise.

Kapitel 11 - Der Spalt
«Hey, wie kommen wir eigentlich in die Unterwelt?», wollte Karl wissen. «Siehst du den Spalt dort in der Wand? Dort müssen wir durch.» «Durch diesen kleinen Spalt? Das schaffen wir doch nicht!», meinte Karl ungläubig. «Doch», antwortete der Alte, « er ist grösser, als du glaubst.»
«OK, ich gehe vor», sagte Karl mit leiser Stimme. Als er sich schon hindurchquetschen wollte, hörte er eine tiefe Stimme, die sagte: «Willst du das wirklich tun?» Als Karl sich umdrehte, erkannte er die Gestalt sofort wieder: Es war Osris Leibwächter. Karl sah sich Hilfe suchend um und sah den weisshaarigen Mann sein Schwert ziehen. Dieser rannte auf den Leibwächter zu und schlug ihm den Kopf ab!
«So, jetzt schnell durch den Spalt!», flüsterte er Karl zu. Es wurde dunkel und Karl sah nichts mehr.

Kapitel 12 - Osir
Sie kamen in einen Gang, der so aussah, wie wenn er vor Jahrhunderten gebaut worden wäre, Es waren sehr viele Menschen anwesend und Karl fragte: «Was machen all diese Menschen hier? Der Weisshaarige murmelte: «Die wollen alle gegen Osir kämpfen und lenken alle Wächter ab. Das ist unsere Chance, Osir zu bekämpfen. Allerdings musst du dich zuerst beissen lassen und zu einem Vampir werden, damit du ihn besiegen kannst.» «Das hättest du mir auch vorher verraten können»! «Der Alte beschwichtigte ihn: «Ach, ist doch nicht so wild, ich musste das auch machen.» «Was, du bist auch ein Vampir, stotterte Karl?» «Ja», nickte der Alte, «aber wir müssen jetzt etwas erledigen und sollten uns beeilen.» Sie drückten sich an allen Gestalten vorbei und rannten weiter, bis sie an einer Halle ankamen, wo es stockdunkel war, so dunkel, dass es zum Fürchten war. Na ja, jedenfalls trat Seiron die Türe ein.
Karl schrie vor Schreck auf, als er Osir in die Augen sah!

Kapitel 13 - Der Held
Osir hatte lange schwarze Haare. Seine Augen waren ganz rot, seine spitzen Vampirzähne blitzten auf und Karl trat sofort ein paar Schritte zurück! Er hatte eine schwarze Lederjacke an und eine schwarze Lederhose. Schuhe hatte er keine an. Seine Füsse waren mit Fotos geschmückt. Er trat zu Karl hin und flüsterte ihm ins Ohr: «So Kleiner, jetzt bist du fällig.» Karl konnte sich vor Schreck nicht mehr bewegen und spürte Osirs spitze Zähne in seinem Nacken. Er schrie auf und spürte in seinem ganzen Körper Schmerzen. Er merkte, wie er sich verwandelte. Auch ihm wuchsen spitze Zähne. Seine Haare wurden lang, und er wusste, dass er jetzt auch ein Vampir war! Er sprang in die dunkle Halle hinein.
In der Hoffnung, dass Osir ihm nicht folgen würde. Doch vergebens, denn Osir sprang ebenfalls in die Halle und holte Karl ein. Karl bog nach links ab und rannte in Richtung Eingang, wo es Licht hatte! Denn wenn ein Vampir Licht sieht, versteinert er sich für immer und ewig. Er rannte also zum Licht, und im letzten Moment drehte er ab. Osir konnte aber nicht mehr stoppen und rannte auf das Licht zu. Karl schaute nach, ob es geklappt hatte. In der Tat. Osir war versteinert. Seiron sagte anerkennend: «Super gemacht, Karl, du hast das ganze Universum gerettet.»
«Ja, ich weiss», sagte Karl leise. «Ich muss aber für immer hier bleiben.» «Das stimmt nicht ganz», widersprach Seiron. «Wenn du hier diese Halle meinst...denn draussen ist es Nacht.» «Gut, gehen wir jetzt», lenkte Karl erfreut ein. «Da raus!» Als sie nach draussen kamen, war Karl überrascht. Denn überall war nur Sand, alles Sand. Plötzlich wurde es ihm schwindlig und er musste sich hinlegen. Er schlief ein. Als er wieder aufwachte, sah er direkt in die Sonne und so wusste er, dass es jetzt vorbei war. Als Seiron Karl versteinert fand, brachte er ihn wieder in die Menschenwelt, wo alles wieder heil war.
Dreissig Jahre danach fand man Karl und brachte ihn ins Museum. So war die Geschichte von Karl, dem neunjährigen Jungen, der Osir besiegt und die ganze Welt gerettet hatte, aber eigentlich qualvoll sterben musste. Was ihr davon mitnehmt, ist euer Entscheid! Ja, Karl hat uns alle gerettet.

Sandro, Sek1b

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