Schneesporttage der Stadtturnverein-Fitnesriege Brugg in Davos

Drei Herren gewinnen Winterferien in einem Grandhotel. So beginnt Erich Kästners Geschichte ”Drei Männer im Schnee” und gerät zu einem turbulenten Abenteuer voller Verwechslungen. Der Schnee spielt da jedoch kaum eine Rolle.

Der Turner Peter meldet sich zu den Schneesporttagen der Fitnessriege an. Er weiss nicht, wer sich auch noch meldet, nur, dass der Gastgeber Hanspeter ist und die Unterkunft in seinem gemütlichen Ferienhaus in Davos-Clavadel. Er trifft auf acht andere Männer (Hanspeter, Sepp, Jürgen, Beni, Dieter, Hansueli, Walter und Urs, der Nachbar), die auch ihre Fitness im Schnee suchen. Drei mal drei Männer im Schnee, das kann ja lustig werden. Verwechseln können sie sich jedoch nicht, sie kennen sich bereits.

Die ganze Zeit sind sind unbeschwert und jeder kommt auf seine Rechnung, sei es mit Skifahren, Langlaufen, Schneeschuhstapfen oder Winterwandern. Viel Zeit verbringen sie gemeinsam im Haus. Es ist etwas eng für so viele Männer.

Hanspeter hat wohlüberlegt vorgesorgt, vor allem fürs Essen und Trinken. Die Turner selber selbst sind das Personal und bedienen sich gegenseitig. Der liebe Nachbar Urs kocht, Beni feuert, Hanspeter grillt und den Rest besorgen die übrigen. Nur den Neuling Sepp muss man noch anleiten wie man die Brotmöckli für das Fondue in korrekter Grösse schneidet. Und jeden Abend, angeheizt vom Aperitif, kumulieren sich friedliche Wortgefechte und abenteuerliche Geschichten. Für einmal in einer Männerrunde sein macht Spass. Die Formel ”Drei mal drei Männer im Schnee” steht hier für sportliches Vergnügen mal selbstverständliche Kameradschaft.

Die Turbulenz kommt ganz unerwartet vor der Rückreise. Eines der drei Autos im Schnee muss befreit werden. Die ganze Mannschaft hilft mit Schieben und Ziehen. Peters altes Abschleppseil reisst. Das Auto hat sich festgefroren. Nach einer halben Stunde vergeblichen Bemühens kommt ein weiterer lieber Nachbar mit seinem Lastwagen und einem zuverlässigen Abschleppriemen zu Hilfe. Ein kräftiger Ruck genügt und alle können ins Unterland zurück.

 (Text Hans-Peter Huber)