Neuigkeiten aus der Zivilschutzorganisation Wynental

Neuigkeiten aus der Zivilschutzorganisation Wynental

Impfzentrum und Wasserleitung für den Notfall

Gränichen 100 Zivilschützer proben den Ernstfall am Zivilschutz-WK vom 19. und 20. Mai.

Im Wynental grassiert eine schlimme Grippeepidemie - so schlimm, dass die ganze Bevölkerung in einem Monat geimpft werden muss: Eines von zwei durchaus realistischen Szenarien des grossen Zivilschutz-WKs vom 19. und 20. Mai, in dem die Wynentaler Zivilschützer gefordert sind. Innert kürzester Frist müssen sie ein effizientes Impfzentrum in Betrieb nehmen. Dazu nützen sie die bereits vorhandene Infrastruktur unterhalb des Altersheimes Schifflände in Gränichen, wo sich eine Sanitätshilfsstelle befindet. Dank dem Szenario kann diese auf Herz und Nieren getestet werden. Ausserdem üben die Zivilschützer Abläufe, die auch im Ernstfall wichtig sind.

 Auch beim zweiten Szenario, dem Ausfall der Grundwasser-Pumpstation in Unterkulm, ist das Know-how der orange-grünen Männer (sowie der drei Frauen der Organisation) gefragt. Sie verlegen eine Notwasserleitung von Unterkulm nach Teufenthal, um die Wasserversorgung zu gewährleisten.

Zum WK der ZSO Wynental gehören auch immer Ausbildungssequenzen. Auf dem Programm stand neben der Besichtigung der Sondermülldeponie Kölliken auch der Hochwasserschutz: Hanspeter Lüem, Vizeammann von Gränichen und Gewässerbeauftragter der Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons Aargau, erklärte die verschiedenen Hochwasserschutzmassnahmen vor Ort entlang der Wyna. Die Besichtigung beinhaltete die in den letzten Jahren fertig gestellten Rückhalteanlagen sowie die zahlreichen Zusatzmassnahmen. In der interessanten und lebendigen Führung ging Lüem auf die komplexen Problematiken sowie auf die aus den Hochwassern der 90er-Jahre gezogenen Lehren ein. Das Wynental scheint für künftige Hochwasser-Ereignisse sehr gut gewappnet zu sein.

Insgesamt konnten während des WKs die bestehenden Prozesse weiter optimiert werden. Für die Bevölkerung ist es gut zu wissen, dass der Zivilschutz für den Ernstfall bereit ist. Im Katastrophenfall mindestens genauso wichtig ist das regionale Führungsorgan: Bereits am Dienstagabend übte es ein Szenario: Ein Brandausbruch mit Entweichung von giftigen Dämpfen bei der Firma Zehnder in Gränichen. Das RFO teilte den Unfallort sofort in einen inneren und einen äusseren Sperrkreis ein. Der Betriebsfeuerwehr gelang es relativ schnell, den Brandherd zu löschen. Neben Sanität, Feuerwehr und Polizei bot die Stabsführung auch die Chemiewehr auf. Die Stabsführung entschied sich für die sofortige Evakuierung der 280 Personen. Über Sirenenfahrzeuge wurde die Bevölkerung informiert und aufgefordert, sich zu Fuss zum Infoposten Sanitätshilfsstelle Schifflände zu begeben.

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