Lostorf

Neue Wege und grössere Projekte im neuen Jahr

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Nach einem fulminanten musikalischen Auftakt der Musikgesellschaft Lostorf , letztmals unter der Leitung von Karin Wäfler, begrüsste der Gemeindepräsident Thomas Müller die Besucher des Neujahrsapéro, auch im Namen der Kultur- und Sportkommission, herzlich im neuen Jahr. „Das Beste am Winter ist der Schnee,  er verdeckt Fussspuren und wir sind gezwungen, neue Wege zu gehen.“, Diesen Spruch habe er zum Jahresbeginn bekommen und besonders Politiker sollten diese Worte beherzigen. Wir würden Vieles so machen, wie es schon immer gemacht wurde, wie es schon immer war. Er sei überzeugt, dass sich die Menschheit in ausgetrampelten Wegen kaum weiterentwickeln könne, so der Gemeindepräsident. Wer Erfolg haben wolle, müsse auch bereit sein, neue Wege zu begehen. Neue Wege zu beschreiten, zu forschen und innovativ sein, sei bisher besonders eine Stärke der Wirtschaft gewesen. Aber auch in der Politik brauche es neue Wege. Dass so viele trotz des guten  Winterwetters am Apéro teilnähmen, freue ihn sehr, das zeige doch auch, dass man in Lostorf daran interessiert sei, gemeinsam mit den Behörden Probleme anzugehen, fügte Müller an. Von der Weltpolitik kam Thomas Müller auf die Politik in der Schweiz zu sprechen. Ob der Wahlerfolg des grünen und grünliberalen Flügels die nationale Politik verändern werde, werde sich weisen. In vielen Dossiers wie der Europafrage, der Altersvorsorge oder der Gesundheitspolitik sei eine andere Politik an der Zeit, sagte Thomas Müller. Die beiden letzteren Thematiken belegten ja auch Platz eins und zwei im Sorgenbarometer der Schweizerinnen und Schweizer. Neue Wege wären hier angebracht, so Müller.

„Wir haben nicht zu wenig Zeit, sondern wir haben zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Diesen Spruch von Seneca, habe man in Lostorf umgesetzt und die Zeit im vergangenen Jahr genutzt. Im Ressort Bau stehe natürlich die Sanierung der Hauptstrasse Nord im Vordergrund. Der Baubeginn sei auf Mitte Jahr 2020 eingeplant. Noch warte man auf die Stellungnahme des Kantons zur Linienführung. Danach erfolge die Projektauflage.

Der Ausbau eines weiteren Tiefbauprojekts; der Fuchslochsstrasse, sei bereits im Gange.

 Eine Arbeitsgruppe sei daran, ein neues Pumpwerk zu planen, da der Kanton die Konzession des bisherigen Werks in Obergösgen nicht erneuern werde, ergänzte der Gemeindepräsident.

Im Bildungsbereich habe der neue Schulleiter Daniel Fluri sein erstes ganzes Schuljahr hinter sich. In diesem Jahr werde wieder eine Schulevaluation durchgeführt mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen Schule und Eltern zu verbessern. Das Schulhaus 1912 gelte es so zu renovieren, dass es den neuen pädagogischen Erfordernissen gerecht werde.

Im Kulturressort habe die Kultur- und Sportkommission mit grossem Erfolg ein erstes Jassturnier durchgeführt, eine Wiederholung im kommenden November sei daher wünschenswert.

Im Ressort Finanzen sei man darum bemüht mit den Steuergeldern sparsam umzugehen, angesichts der anstehenden Investitionen, sei eine Steuererhöhung in den nächsten Jahren kaum vermeidbar, so Müller.

Im Bereich Soziales gäbe es im Bereich der Spitex Mehrkosten, da das Verwaltungsgericht entschieden habe, dass Spitexmitarbeiterinnen keine Wegkostenpauschale verrechnen dürften. Auch der vom Kanton vorgeschriebene Systemwechsel von Objektfinanzierung zu Subjektfinanzierung verursache Mehrkosten. Dass die Restkosten der Pflegefinanzierung nun auf die Gemeinden abgewälzt würden, generiere unter dem Strich Mehrkosten.

Im Bereich Verkehr habe sich der Viertelstundentakt nach Olten bewährt und werde nun noch leicht ausgebaut. Der Nachtbus sei für weitere drei Jahre bewilligt worden.

Zum neuen Werk- und Feuerwehrgebäude gäbe es noch etwas zu sagen und damit sei er zum Ressort öffentliche Sicherheit gelangt. Der Umbau sei auf 2022 bis 2023 geplant. Danach stehe das Gebäude ausschliesslich der Feuerwehr zur Verfügung. Für den zukünftigen Werkhof werde eine andere Lösung gesucht, fügte Thomas Müller an.

Anschliessend berichtete er noch kurz über den aktuellen Stand bei dem alten Postgebäude, dem Gebäude am Schulweg 1 und zum Bad Lostorf.  Hier habe man einen Investor, man müsse nun mit der Mineralquelle, welcher seit dem letzten Konkurs alle Quellen gehören, eine Lösung suchen, damit der Wasserbezug verbindlich zugesichert werden könne.

Zum Schluss dankte der Gemeindepräsident der Kultur-und Sportkommission, dem Schulhausabwart für das Aufstellen, den Landfrauen für den Service am Apéro riche und der Musikgesellschaft für die musikalische Umrahmung. Bevor man dann aufs neue Jahr anstiess, gab die Musikgesellschaft noch mehrere Stücke, wie die ‚Luftballonpolka’ mit im Takt zerplatzten Luftballons als auch den ‚Schloss Wartenfels-Marsch’ zum Besten.

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