Folgende Argumente sprechen klar gegen das Regenwasserbecken Altenburg:

Gemäss Versickerungskarte des Kantons Aargau eignet sich fast das ganze Gemeindegebiet Brugg für die Versickerung von Sauberwasser. Das Potential der Versickerung ist in Brugg überhaupt nicht ausgeschöpft!

  • Sauberwasser muss von Gesetzes wegen in erster Priorität versickert und nicht den Kanalisationsleitungen zugeführt werden, weil:
  • 1. dadurch bei lang anhaltenden Regenfällen die Hochwasserspitze in den Flüssen gebrochen werden kann (im Gegensatz dazu verschärft die Ableitung des Sauberwassers in die Flüsse über ein Regenbecken die Hochwasserspitzen und somit die Überschwemmungsgefahr! (Man spricht da von Wasserautobahnen).
  • 2. Sauberwasser wieder in den Grundwasserkreislauf eingespeist werden soll.
  • 3. Sauberwasser unnötig die Kläranlagen belastet und Klärkosten verursacht.
  • 4. durch konsequente Versickerung von Sauberwasser die Kläranlagen auch bei wachsender Bevölkerungszahl nicht ausgebaut werden müssen.

Fazit: Der Betonklotz, welcher an das Aareufer gebaut werden soll ist nicht nur hässlich, sondern auch ökologisch wie ökonomisch unsinnig und dürfte eigentlich nur gebaut werden, wo keine Versickerung des Sauberwassers von Dächern Plätzen und Strassen möglich ist.

Weshalb ist die Stadt Brugg nicht bereit, günstigere und bessere Alternativen ohne Folgekosten zu prüfen? Drängen sich da nicht die Fragen auf:
Steckt etwa die Baulobby dahinter?
Weshalb wird  keine Rücksicht auf das Naherholungsgebiet der Aarepromenade genommen?
Wäre der Aare-Uferweg  von der Eisenbahnbrücke bis zum Wasserwehr denn überhaupt noch begehbar oder würde er während der ganzen Bauphase (bis ein Jahr oder noch länger) einfach gesperrt?
Will das Brugger Stimmvolk wirklich all das Nachteile akzeptieren?

Sogar das Stadtbauamt Brugg äussert sich nun  für Versickerung zur Abhilfe bei Abwasserproblemen, wie aus dem AZ-Artikel vom 2.2.18 von Michael Hunziker klar hervorgeht:

„Schwimmendes WC-Papier im Feld – wo das Abwasser die Strasse runterläuft“

Darin wird der neue Leiter Stadtbauamt zitiert: „Versickern führt zu Entlastung - das anfallende Dachwasser von Liegenschaften ist künftig, wo möglich, örtlich auf der Parzelle versickern zu lassen. Oder, bei ungünstigen Bedingungen, das Dachwasser der Liegenschaften soll in einem separaten Rohrleitungssystem gesammelt und direkt in die Aare geführt werden. Diese Massnahmen im Bereich Hüslimattstrasse/Auhof tragen gemäss Hein mittelfristig zu einer wesentlichen Entlastung bei.

Paul Wiedmer
Mitinitiant des Referendums gegen das Regenwasserbecken Altenburg