Nun also auch in Rupperswil. Wie in anderen Gemeinden im Kanton Aargau müssen wir aufgrund eines Referendums von Einzelnen Wenigen, über die Einführung von Tempo 30 auf dem ganzen Gemeindegebiet, an der Urne abstimmen. Obwohl die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gemeindeversammlung vom vergangenen November klar Nein zu einem flächendeckenden Tempo 30 gesagt haben.

 Immer mehr Aspekte unseres Lebens werden mit Verboten und mit Gesetzen bis ins kleinste Detail geregelt. Für jedes echte oder vermeintliche Problem soll im Nu ein neues Gesetz oder ein neues Verbot entstehen. So soll die Welt vermeintlich besser oder gefahrloser gemacht werden.

 Die bestehenden Gesetze würden heute schon ausreichen und müssten nur konsequent angewandt werden. Es ist unbestritten, dass Verkehrsteilnehmer, die unser Dorf als Rennpiste betrachten, rigoros mit den geltenden Gesetzen zur Rechenschaft gezogen werden müssten. Ob Tempo 30 in wenigen Quartieren als Ausnahme eingeführt werden kann, müsste von Fall zu Fall entschieden werden, und sicherlich nicht mit der Giesskanne im ganzen Gemeindegebiet auch dort, wo es unnötig ist.

 Wir brauchen nicht noch mehr Verbote und Einschränkungen. Das Referendumskomitee schweigt sich über die Finanzierung der Folgekosten aus. Die veranschlagten Anfangs-kosten werden zweifellos nicht reichen und grössere Summen nach sich ziehen. Am Schluss bezahlen wir Bürger die Verkehrsbehinderungen in unserer Gemeinde mit unseren sauer verdienten Steuergeldern.

Ich als Vater von 3 schulpflichtigen Kindern kann auf  teure Scheinsicherheiten verzichten und empfehle den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, das Referendum abzulehnen. Der Status quo reicht vollkommen aus.