Die Einkommensschere zwischen Reichen und Armen geht nicht auseinander. Wenigstens nicht in der Schweiz. Die Verteilung der Einkommen sei von 1998 bis 2011 grösstenteils stabil geblieben, meldete kürzlich das Bundesamt für Statistik. Dies ganz im Gegensatz zu vielen benachbarten Ländern, wo die Ungleichheit in Folge grosser Arbeitslosigkeit und Misswirtschaft zugenommen hat. Tragen wir Sorge zum Erfolgsmodell Schweiz. Die Initiative 1:12 untergräbt die Wirtschafts- und Vertragsfreiheit. Sie basiert auf einer Neidkultur, welche unseres Landes unwürdig ist. Niemand befürwortet Lohnexzesse, welche leider bei Führungskräften ohne Verantwortungssinn vorgekommen sind. Trotzdem gehört die 1:12 Initiative abgelehnt. Gute bezahlten Arbeitsplätze würden ins Ausland verlagert, Steuereinnahmen sinken und die Einnahmen der AHV ebenso. Glauben wir nicht an das Märchen, dass bei einer Annahme der Initiative die Einsparung bei den höchsten Löhnen auf die tieferen Gehälter verteilt würde. Die 1:12 Initiative ist meiner Meinung nach die wichtigste wirtschaftspolitische Abstimmung der letzten fünf Jahre. Dazu ein Wolf im Schafspelz. Wer an eine wirtschaftlich starke, liberale Schweiz glaubt, welche auch für unsere kommende Generation attraktive Arbeitsplätze und tiefe Arbeitslosigkeit bietet, stimmt entschieden NEIN.

Gabriel Lüthy, Widen