Zum öffentlichen Forum der FDP Meisterschwanden konnte der Präsident Beat Moser eine stattliche Anzahl Besucher im grossen Saal des Hotel Delphin begrüssen.

Stefan Brupbacher, Generalsekretär der FDP.Die Liberalen Schweiz,  begann seine Ausführungen mit der Erklärung des „Fukushima-Effekts" und dessen Auswirkungen. Die Position der FDP sei klar:  Die grosse Frage des Atom-Ausstiegs sei nicht Ja, oder Nein, sondern WIE. Hier vertritt die FDP folgende Thesen: Die Versorgungssicherheit muss gewährleistet sein, Strompreise müssen beim konkurrenzfähigsten Drittel der Anbieter sein, ein sofortiger Ausstieg wäre verfrüht und die FDP ist offen für die technologische Entwicklung, allerdings über den freien Markt und nicht über den Ausbau von Subventionen.

Kontrovers diskutiert wurde die von der FDP-Fraktion beschlossene Enthaltung bei der Abstimmung im Nationalrat betreffend Atom-Ausstieg. Stefan Brupbacher gab zu bedenken, dass dies keine einfach zu kommunizierende Haltung sei, diese aber aus verfahrenstechnischen Gründen entschieden wurde, um langfristig die richtige Strategie vertreten zu können.

Philipp Müller referierte anschliessend zum Thema Migration. Als erstes wies er darauf hin, dass dies ein hochemotionales Thema ist. Er führte anhand von Zahlen eindrücklich aus, dass der Asylbereich im Vollzug völlig kollabiert ist. Wenn Verfahren drei bis vier Jahre dauern, wird es fast unmöglich, abgewiesene Asylbewerber auszuschaffen.

Im Bereich der Personenfreizügigkeit mit der EU gibt es ebenfalls Handlungsbedarf. Hier gibt es eine ganze Palette von Massnahmen zur Verhinderung von Missbräuchen, die rasch umgesetzt werden müssen.

Vor allem aber ist die Einwanderung aus Staaten, die nicht zur Europäischen Union gehören, viel zu hoch. Hier hat die FDP verschiedene Vorstösse zur Einschränkung der Einwanderung aus solchen Drittstaaten eingebracht.

Zum Schluss verwies  Philipp Müller auf ein zentrales Element in seinem Politiker-Dasein. Rhetorisch fragte er: „Wo bleibt die Freude?" Man nahm es ihm ab, dass er sich mit Leidenschaft und Freude in die grosse Aufgabe stürzt und dabei auch den Humor nicht verliert.

Beide Referenten wurden von Präsident Beat Moser mit einheimischem „Brestenberger „ verabschiedet. Ein spannender Abend mit sehr kompetenten Referenten und engagierten Zuhörern ging zu Ende. (sfm)