Kürzlich fand im Röm.-Kath. Kirchenzentrum St. Nikolaus in Brugg ein Workshop statt, in welchem Freiwillige, Mitarbeitende und Seelsorgende des Pastoralraums unter professioneller Anleitung miteinander über Beziehungsgestaltung und Vertrauensbildung reflektierten und ihre eigenen Erfahrungen miteinander teilen konnten.
«Begegnung und Abgrenzung» und «Nähe und Distanz» spielen in der Arbeit der Freiwilligen eine wichtige Rolle. Deshalb werden im Pastoralraum Region Brugg-Windisch regelmässig Aktivitäten zur Selbstreflexion und Sensibilisierung für Freiwillige angeboten. So etwa am vergangenen Wochenende, als sich an die vierzig Freiwillige, Seelsorgende und Mitarbeitende des Pastoralraums im Kirchenzentrum St. Nikolaus in Brugg trafen, um miteinander über Beziehungsgestaltung und Vertrauensbildung in der eigenen Arbeit zu reflektieren.

Beziehungen schaffen, die tragen
«Ziel soll es sein, dass Beziehungen entstehen, die tragen. Nur so gelingt es, Orte der Gemeinschaft und Menschlichkeit zu schaffen», sagt Pastoralraumleiter Simon Meier, der ebenfalls am Anlass teilnahm. «Die Kirche, die vielmals als geschlossenes System wahrgenommen wird, soll sich öffnen.» Kirche bestehe nicht nur aus den Würdenträgern, sondern auch aus denjenigen, welche sich als Freiwillige vor Ort in unzähligen Stunden für andere engagieren, betont Simon Meier. «Je professioneller wir alle unterwegs sind, desto offener können wir auf andere Menschen zugehen. Auch auf jene, welche Vorbehalte gegenüber der katholischen Kirche haben.»
Begleitet in diesem Workshop wurden Pfarreiräte, Engagierte in Besuchsdiensten, Tischlein-deck-dich-Mitarbeitende, Kirchenchorvorstände, Frauenverein-Vertreterinnen und viele mehr von den erfahrenen Beraterinnen Cilgia Graf-Bezzola und Franziska Hildebrand Alberti von P&O Personal- und Organisationsentwicklung. Denn es gilt: Die wirksamsten Massnahmen für eine gut funktionierende Kultur von Nähe und Distanz sind die Pflege einer offenen Gesprächskultur, Information und die Weiterbildung aller im Dienste der Kirche tätigen Personen. «Wir haben den Workshop mit den Freiwilligen als sehr engagiert und energetisch erlebt und viel Herzblut gespürt», bestätigen die Beraterinnen.
Freiwillige und in der Kirche Tätige reflektieren gemeinsam
Wichtig ist es, achtsam zu sein sich selber gegenüber und Situationen zu benennen, wenn etwas nicht stimmt. Es ist wichtig zu wissen, an wen man sich in schwierigen Situationen
Medienmitteilung Seite 2
Im Pastoralraum haben alle Freiwilligen, die soziale Einsätze wahrnehmen, eine Ansprechperson, von der sie professionell unterstützt und begleitet werden. Diese empfehlen und vermitteln regelmässig Besuche von Weiterbildungskursen und -veranstaltungen. Darüber hinaus gibt es offizielle Stellen, die entsprechend angegangen werden können.
Was aus den Reflexionen des Workshops klar hervorging: In den Begegnungen erleben Freiwillige viel Freude. Wenn sie etwa spüren, wie Gespräche in die Tiefe gehen, das Gegenüber sich anvertraut – oder sie sogar ganz unverhofft selber Hilfe angeboten bekommen.