Martina Bircher, Sozialvorsteherin aus Aarburg, international gefragte Referentin zum Thema Kostenwahrheit im Asylwesen und in der Sozialhilfe, vertrat im Rathaussaal Brugg die These „Bundesbern hat keine Ahnung von den Folgen seiner Politik und treibt Gemeinden mittelfristig ins Chaos.“

Der Trick dabei: In den ersten fünf Jahren bezahlt der Bund. Nach fünf Jahren jedoch sind dann die Gemeinden zahlungspflichtig. Die Gemeinde Aarburg hat es schon „erwischt“. Günstiger Wohnraum hat eine grosse Zahl Ex-Asylbewerber (denen freie Wohnungswahl zusteht) angezogen und „ohne kommunalen Finanzausgleich wäre Aarburg schon jetzt zahlungsunfähig.“

Bürger und Behörden können das zur Zeit noch als Problem einzelner armer Gemeinden bezeichnen und von sich schieben. Martina Bircher warnt vor der sowohl auf arme wie (heute noch) reiche Gemeinden zukommenden „tickenden Zeitbombe“. Mit diesem Begriff warnt inzwischen selbst der Sozialdemokrat, alt-Nationalrat Rudolf Strahm, vor der Gefahr eines Kosten-Tsunami.

Von den 17 Millionen Steuerertrag verschlingt in Aarburg die Soziale Wohlfahrt 12 Millionen. Über 90 % der Eritreer leben von der Sozialhilfe, schicken jedoch monatlich Barbeträge in ihre Heimat. Wer kommt und bleibt, bezieht für rund vierzig Jahre Sozialhilfe. Dann übernimmt die AHV, meist überdies mit Ergänzungsleistungen. AHV-Prämien bezahlen die Sozialhilfe-Empfänger nie. Diese werden der Sozialhilfe belastet. Gesundheitskosten, inklusive Franchisen und Selbstbehalt bezahlt der Steuerzahler für Menschen, die nie eine Prämie bezahlt haben.

Nicht erstaunlich, dass diese Zahlen und Fakten beim Publikum Voten auslösten, welche Unverständnis, Frustration und Ärger über diese Politik ausdrückten.

Martina Bircher, studierte Betriebswirtschafterin, berichtete aus rein ökologischer Sicht über die finanziellen Folgen unserer Migrationspolitik. Es ging nicht um Polemik, ob man armen Flüchtlingen helfen soll oder ob es echt Bedrohte seien.

Eine Warnung an alle Politiker, die Augen zu öffnen. „Wenn Zehntausende in die AHV rutschen, ohne je einen Beitrag geleistet zu haben, wird der totale Zusammenbruch der Schweizer Altersvorsorge unausweichlich“, prognostiziert die Referentin.

In der meist ideologisch geführten politischen Auseinandersetzung empfahl der Gesprächsleiter, Fritz Briner, „selber denken, Fakten prüfen, die Wahrheit suchen“. Er wünschte Martina Bircher Erfolg bei den Grossratswahlen im Oktober.

Der Anlass, durchgeführt von den SVP-Sektionen Brugg, Villigen und Windisch war sachliche Aufklärung und Denkanstoss für Bürger und Behördemitglieder.