Merenschwand

Musikverein Merenschwand beim Biber backen, Ruggusserlen und Barfüssle

megaphoneaus MerenschwandMerenschwand

Kreative Musikreise vom 30. bis 31. August 

Dass das Appenzell Kultur und Brauchtum pflegt, erfuhren wir schon sehr bald. Am historischen Ort Sammelplatz AI, wo sich im Jahr 1405 die Appenzeller gegen die Habsburger zur Schlacht am Stoss versammelt hatten, machten wir bei der Landbäckerei einen Halt. Das Ehepaar Fässler weihte uns in die Kunst des Appenzeller Biberbackens ein. Die vielen Gewürze anhand der feinen Düfte herauszufinden, war gar nicht so einfach. Zu unserer Überraschung wurden schlussendlich alle Zutaten preisgegeben. Doch dies sei nicht das wahre Geheimnis. Die Menge jeder Zutat sei entscheidend, um den speziellen Bibergeschmack zu erreichen. Das Kunstwerk war vollbracht und 19 fantasievoll verzierte „Bären“ lachten uns an. 

Das schmucke Städtchen Appenzell lud uns nach dem währschaften Mittagessen zum Flanieren ein. Auf den nächstfolgenden Programmteil waren wir besonders gespannt. Dass er dann zum absoluten Highlight wurde, hätten wir nie gedacht. Wir lernten den Appenzeller Naturjodel „Ruggusserli oder Zäuerli“ kennen. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern innerhalb einer Stunde konnten wir ihn auch vierstimmig singen. Begeistert traten wir sogar mit unserem Gruppen-Jodel inklusive Talerschwingen vor das Strassenpublikum und ernteten herzlichen Applaus. Der runde, sanfte und berührende Jodelklang wird uns noch eine Weile begleiten. Das erstaunliche Erlebnis bleibt uns eindrücklich in Erinnerung.

Den Abend verbrachten wir in geselliger Runde im Hotel Krone im kleinen Dorf Brülisau, am Fusse des Hohen Kastens. Zu feiern gab es auch noch was. Mit Kerzen auf einem Biberherzen, Tischbombe, Ballon und einem kräftigen „Happy Birthday to you“ gratulierten wir unserem Musikkollegen Kan zu seinem 18. Geburtstag. 

Am nächsten Tag war Wandern angesagt, Appenzell-Gontenbad-Jakobsbad. Einen Teil der Strecke war als Barfussweg angelegt. Die einen testeten ihre Militärschuhe (angehende Rekruten), die anderen ihre nackten Füsse. Der Weg führte auch durch Moorgebiet. Ein Gaudi war es natürlich, knietief im Sumpf zu versinken. Zum Schluss noch eine rasante Fahrt auf der Kronberg-Bobbahn für die einen, für die anderen ein feines Glas Weisswein. Der einsetzende Regen konnte uns nichts mehr anhaben, denn nun ging es nach einem erfüllten Wochenende mit dem Car heimwärts. Dem Team, Leandra Nietlispach, Nicole Hess und Jeannette Wyss, danken wir für die Organisation dieser tollen Musikreise.

Meistgesehen

Artboard 1