In Bad Schlema, einem reizvollen Kurort im Erzgebirge, wo man sich noch mit einem herzhaften "Glück auf!" begrüsst, hat vom Freitag, 21. bis am Sonntag, 23. September zum 21. Mal das euro­päische Blasmusikfestival bzw. zum 27. Mal das internationale Musikfest stattgefunden. Während drei Tagen waren 14 Orchester aus 11 Länder zu hören. Mehr als 20'000 Gäste besuchten die 53 Musikvor­träge und die beiden Festumzüge.

Zum ersten Mal mit dabei war der Musikverein HARMONIE Schlieren (MHS) - als einziger Vertreter aus der Schweiz. Nach einer 11-stündigen Busfahrt erreichten die Schlieremer Musikantinnen und Musikanten Bad Schlema am frühen Freitagmorgen. Gefolgt von ein paar wenigen Stunden Schlaf und einem ausgiebigen Brunch galt es bereits ernst: Sämtliche teilnehmenden Musikformationen machten sich für den ersten grossen Festumzug bereit.

Mit klingendem Spiel marschierte man vom Kurpark zum Festgelände, dabei wurde die Marschmu­sikstrecke von vielen Zuschauern gesäumt. Im Festzelt angekommen, folgte ein gemeinsames Kon­zert aller Gastvereine, wobei vor allem Ohrwür­mer der deutschen Blasmusikszene zu hören waren. Selbstverständlich durfte der Steigermarsch (ein traditionelles deutsches Bergmanns- und Volkslied) nicht fehlen, bei welchem man sich - ähnlich wie beim Ertönen des Sechseläutenmarsches - von den Sitzen erhebt.

Unser musikalischer Leiter, Tobias Zwyer, verstand es in gekonnter Manier das Publikum für uns zu gewinnen. Einmal mehr be­wies er, dass er nicht nur ein grandioser Dirigent, sondern auch ein super Entertainer ist. Mit unserem Programm – bei welchem auch typisch schweizerische Highlights (Alp­horn, Mundartrapp etc.) – eingebaut wurden, begeisterten wir alle Zuhörer im randvoll besetzten Festzelt.

Am Samstag gelang es uns mit einem etwas ruhigeren Programm erneut, die Zuhörer zu begeistern.  Unmittelbar nach unserem Auftritt machten wir einen sehr beeindruckenden Ausflug nach Dresden. Um 18 Uhr waren wir wieder zurück in Bad Schlema, gerade rechtzeitig für unseren dritten Auftritt. Das Zelt war wiederum zum Bersten voll als wir die Bühne betraten. Das Publi­kum war total begeis­tert von unseren Darbietungen. Alle waren komplett aus dem Häuschen, viele stiegen auf Bänke und Tische um ihrer Fröhlichkeit und Begeisterung freien Lauf zu lassen.

Am Sonntag begaben wir uns früh zum Start des zweiten Festumzuges. Auch diesmal verfolgten wie­der Hunderte von Schaulustigen den Festumzug welcher erneut im grossen Festzelt endete. Kurz vor Mittag zo­gen wir noch einmal sämtliche Register und konnten mit unseren Darbietungen das Publi­kum einmal mehr von den Sitzen reissen. Nach verschiedenen Dankes- und Abschiedsworten seitens spielten wir noch zwei Zugaben, bevor wir  unter tosendem Applaus verabschiedet wurden.

 Robert Bickel