Kölliken

Musikgesellschaft Kölliken nicht zu stoppen

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«Zwei kleine Finken» und Jungmusikanten brillierten am Kölliker Jahreskonzert 

Kölliken  Die Musikgesellschaft Kölliken (MGK) blieb ihrer Linie treu und verzichtete am Jahreskonzert auf ein Motto, wie es andernorts üblich ist. Vielmehr versprach die MGK gute, handgemachte Unterhaltungsmusik. Dass dieses Versprechen Anklang fand, bewies der grosse und frühe Publikumsaufmarsch. Die Küchencrew des Vereins BOA, Kölliken, und das Serviceteam waren schon anderthalb Stunden vor Konzertbeginn stark gefordert. 

Mit Peter Dietiker und Hansjörg Ammann kamen gleich zwei Dirigenten zum Einsatz

Manche im Publikum werden sich gefragt haben, weshalb nicht Hansjörg Ammann (seit 1985 Dirigent der Kölliker Dorfmusik), sondern Peter Dietiker mit dem Medley «Happy Marching Band» das Konzert eröffnete. Die Antwort gab MGK-Co-Präsidentin Carolina Ammann in ihrer Begrüssung. Wegen eines Unfalls sei Hansjörg Ammann ab Januar für mehrere Monate ausgefallen. Die Verunsicherung bei der MGK sei vorerst gross gewesen. Peter Dietiker, Klarinettist bei der Suhrer Musig, sprang jedoch spontan als Dirigent ein, um die MGK auf ihren Jahreshöhepunkt vorzubereiten. Erst kurz vor dem Konzert konnte Hansjörg Ammann die Proben wieder leiten. Beim zweiten Titel, «Sierra Madre del Sur», übernahm er den Taktstock von Co-Dirigent Dietiker. Dieser volkstümliche Schlager (Wolfang Roloff und Hans Hee) war 1970 ein mässiger Erfolg, führte Moderator Raphael Dobmann aus, und er ergänzte, dass damit 1987 die Zillertaler Schürzenjäger mit einer Neuaufnahme einen Hit gelandet hätten, was der MGK sicher auch gelingen würde. Der hohe Lärmpegel in der Kölliker Mehrzweckhalle bewies, dass Dobmann recht hatte.

Zwei hochtalentierte Musikerinnen sorgten für den Konzerthöhepunkt

Nachwuchsmusikantin Annamaria Gamp und Musiklehrerin Anne Köhn boten mit ihren Sopraninoblockflöten bei der Marsch-Polka «Die beiden kleinen Finken» (komponiert von Henri Adrien Louis King) eine Vorstellung der Extraklasse. Mit tosendem Applaus wurden die beiden Ausnahmekönnerinnen für eine Wiederholung ihres Solos auf die Bühne «zurückbefohlen».

Die Kuschelpolka (Peter Schad) erscheine auf der heutigen Playlist speziell für den anwesenden «Polka-Fetischisten» Thomas Kaiser vom befreundeten Musikverein aus Utzenfeld (D), scherzte Moderator Dobmann. Vier Musikantinnen waren zusammen mit «Polka-König» Kaiser als Delegation aus dem Südschwarzwald angereist.

Ehrungen für viele Jahrzehnte Musizieren in der MGK

Co-Präsidentin Carolina Ammann bat danach Albert Furrer, Jacqueline Erismann und Daniel Widmer nach vorne. Posaunist Furrer wurde für 35 Jahre Musizieren gratuliert, womit er Eidg. Veteran wird. Erismann (Cornet) und Trompeter Widmer sind seit je 25 Jahren aktiv und nunmehr Kantonale Veteranen.

Vor der Pause versetzten Bandleader Ammann und seine MGK das Publikum mit «James Last Golden Hits» zurück in den Happy Sound der 60er-Jahre.

Mit dem Song «Faded» (Jesper Borgen) stürmte der norwegische DJ Alan Walker vor ein paar Jahren in die Hitparade zahlreicher Länder. Nach der Pause begeisterte mit der Instrumentalversion Jungmusikant Lars Oeschger, Trompete. Nachdem Annamaria Gamp als «kleiner Fink» bereits mit der Blockflöte brilliert hatte, bot sie nun mit «Cantaloupe Island» (Herbie Hancock) ein Cornet-Solo. Beide Jungmusikanten wurden von ihrem Musiklehrer, Hansjörg Ammann, am Keyboard begleitet.

Gute, handgemachte Unterhaltungsmusik bot die MGK danach weiter mit der oft auch als Filmmusik verwendeten romantischen Popmelodie «Beyond The Sea» (Charles Trenet, Albert Lasry, Jack Lawrence). Danach wagte sich die MGK mit «A Whiter Shade Of Pale» (Keith Reid und Gary Brooker) in das Genre des psychedelischen Rock.

Es folgte mit «To All The Girls I’ve Love Before» (Hal David, Albert Hammond) Country Music. Jungbläser Noé Maibach (Trompete) und MGK-Musikant Matthias Graber (Euphonium) glänzten dabei als Solisten.

Mit dem Jazzstandard «Sentimental Journey» (Les Brown, Bud Green, Benjamin Homer) entführte die MGK das Publikum in die 40er-Jahre. Für den italienischen Schlager «Quando Quando» (Tony Renis) übergab Hansjörg Ammann den Taktstock nochmals an Peter Dietiker. Leider wurden die Rufe aus dem Publikum nach einem da capo nicht erhört. Als Zugabe boten Ammann und seine Musikanten «Happy Day» (Georg Stich) und schliesslich endete der musikalische Teil des Abends mit dem Kölliker Marsch von Kurt Brogli.

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