Dottikon

Museumsbesuch, «Suppe mit Spatz», Feldgottesdienst

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Die im Zeughaus Aarau domizilierte Historische Radfahrer Kompanie Hist Rdf Kp besuchte an ihrem ersten Radfahrertag im 2016 das Setz Museum und den Rosengarten Huber in Dottikon.

Von ihrer Basis im Zeughaus Aarau fuhren 39 Mitglieder der Hist Rdf Kp an ihrem ersten Radfahrertag im 2016 mit dem Militärrad via Rohr, Rupperswil, Wildegg, Othmarsingen, Hendschiken nach Dottikon zum ersten Tagesziel, dem Setz Museum in Dottikon. Der in Dintikon aufgewachsene, für den Museumsbesuch verantwortliche Ruedi Mader, konnte seine Radfahrerkameraden vor dem Museum in Dottikon mit ein paar Infos über seine frühere Heimat und Eigenheiten des Ballygebietes begrüssen. Anschliessend konnte Museums-Gründer und Inhaber Hanspeter Setz die Radfahrerschar in seinem Museum begrüssen.

Angefangen mit den beeindruckenden und bewegten Epochen der Setz Firmengeschichte, schilderte Hanspeter Setz in seiner gewohnt impulsiven und direkten Art den Werdegang der Setz Gütertransport AG. Nachdem sein Vater 1959 sehr früh, mit nur 47 Jahren verstarb, trat Hanspeter Setz als 20jähriger in das Unternehmen ein. Die Firma wuchs kontinuierlich und wurde schliesslich zu einer der vier grössten Firmen der Branche in der Schweiz. Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, an der er auch seine «Setzlinge», wie er seine Mitarbeitenden nannte, am Erfolg teilhaben liess. Hanspeter Setz träumte aber auch von einer Schweiz, die sich anders, mit weniger Staat und weniger Gesetze, dafür mit mehr Freiheit für innovative Unternehmer entwickelt. Dafür hat der Dintiker Transportunternehmer auch jahrzehntelang gekämpft und schliesslich die Hoffnung aufgegeben und 1997 sein Lebenswerk der Schweizer Post verkauft.

Das Museum «Gestern-Heute-Morgen»

Nach dem Verkauf des Transportunternehmens an die Post verfügte Hanspeter Setz noch über drei Fahrzeuge, einen Scania, einen Saurer und eine NSU RO 80. Setz meint, jeder Transportunternehmer hat doch irgendein Auto in einer Garage. 1999 kaufte Hanspeter Setz die alte Schuhfabrik Bally in Dottikon und liess das denkmalgeschützte Gebäude umfassend sanieren. Im ehemaligen Kesselhaus der Bally richtete er ein erstes kleines Museum ein. Unter dem Motto «Gestern - Heute - Morgen» konnte 2009 ein Neubau mit 2'300 m2 Ausstellungsfläche eröffnet werden, wo mittlerweile gegen 100 Fahrzeuge zu sehen sind. Dabei steht «Gestern» für Fahrzeuge welche von seinen Eltern gefahren wurden. «Heute» charakterisiert diejenigen Fahrzeuge, die Hanspeter Setz in seinem Betrieb einsetzte. Interessante, zukunftsweisende Personen- und Lastwagen. Zu guter Letzt stellt «Morgen» die moderne Mobilität dar. Hier arbeitet Hanspeter Setz daran die Sammlung mit allerneuster Technologie im Strassenverkehrsbereich zu ergänzen. Nach der fast dreistündigen Führung hiess es dann für die Radfahrer «Aufsitzen – Spitze marsch», das Kommando für die Weiterfahrt zum Rosengarten der Rosenschule Huber Richard AG zum Mittagshalt.

«Suppe mit Spatz» und Stalden-Crème

Im Rosengarten Huber in Dottikon stiessen die Radfahrer nach der Erstellung eines perfekten Radparks zu weiteren, von Organisator Sepp Schibli, eingeladenen Mitgliedern, Gönnern und Gästen. Bei schönstem Sonnenschein ging’s dann, wie es im Militärjargon heisst, zum «Fassen» und zum Mittagessen mitten im gepflegten Rosengarten. Das dem Anlass entsprechende Menü «Suppe mit Spatz» wurde in der Militärküche der Kaserne Aarau hervorragend zubereitet und mit einer Stalden-Crème zum Dessert abgerundet.

Feldgottesdienst

Zum Abschluss des interessanten und gelungenen Radfahrertages kam es zu einer Premiere in der zehnjährigen Geschichte der Hist Rdf Kp. Radfahrer und Gäste wurden von Armeeseelsorger Andreas Bliggenstorfer (selbst Mitglied der Hist Rdf Kp) zu einem Feldgottesdienst eingeladen. Mit den Worten «Des Christen Herz auf Rosen geht, wenn’s mitten unter’m Kreuze steht» hielt Andreas Bliggenstorfer seine Predigt und das Liedblatt ganz im Zeichen der Rose.

Nach der Verabschiedung hiess es dann für die Radfahrer «an die Räder» und für die knappe 20 Kilometer zurück ins Zeughaus Aarau nochmals in die Pedale treten.

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