Staretschwil (Oberrohrdorf)

MOJURO-Beratungsangebot für Jugendliche

megaphoneLeserbeitrag aus Staretschwil (Oberrohrdorf)Staretschwil (Oberrohrdorf)
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Jugendliche finden bei der MOJURO ein offenes Ohr

Wenn das MOJURO-Mobil auf einem Pausenplatz steht oder die Türen des Büros offen sind, kommen Jugendliche vorbei, die den Austausch oder Unterstützung und Hilfe suchen. Situationen in Familie, Schule, mit Freundinnen und Kollegen fordern junge Menschen teilweise so stark, dass sie selbst nicht mehr weiter wissen. Gut, dass sie sich dann an die Jugendarbeitenden der MOJURO wenden können, die immer ein offenes Ohr für sie haben.

Der erste Schritt
Es ist Mittwochnachmittag, das heisst "OpenHouse" im MOJURO-Büro. Der Jugendarbeiter Padi Neuenschwander hat auf der Facebookseite der MOJURO angekündigt, dass er ab zwei Uhr im Büro ist und erklärt: „Ab drei Uhr bin ich mittwochs immer hier, falls schon früher, lasse ich die Jugendlichen das wissen". Neben einigen Jungs, die an den Computern im Internet surfen, ist auch die 15-jährige Fiona* gekommen. Sie sucht den Kontakt zum Jugendarbeiter, weil sie sich mit der besten Freundin zerstritten hat. Es ist für den Jugendarbeiter ein Vertrauensbeweis, wenn Jugendliche offen sagen, dass es ihnen schlecht geht. "Ich überlasse es in der Regel den Jugendlichen, den Zeitpunkt für ein Gespräch zu bestimmen. Nur wenn es einer Person offensichtlich mies geht, biete ich deutlich ein Gespräch an", erzählt der Sozialarbeiter.
Vertrauen als Basis
Während er mit der Jugendlichen spricht, ist seine Arbeitskollegin Sira Keller am Träffpunkt in Niederrohrdorf. Bei ihr im Mobil sitzt der 12-jährige Tobias* und erzählt gerade von zuhause. Ihn beschäftigt, dass er seinen Vater seit Monaten nicht mehr gesehen hat. „Es ist wichtig, dass wir den Jugendlichen zuhören. Oftmals macht das sonst niemand und alleine das hilft ihnen schon sehr. Ein paar wenige gezielte Fragen bringen eigene Erkenntnisse und ermöglichen, den weiteren Weg zu sehen", beschreibt die Sozialpädagogin ihr Vorgehen. Beide Jugendarbeitenden sind sich einig, dass die Beratungsarbeit ein wichtiger Bestandteil, wenn nicht sogar der Kern ihrer Arbeit ist. Für die Jugendlichen ist es sehr wichtig, dass eine Vertrauensbasis besteht.
Unterstützen und vermitteln
Selbstverständlich unterstehen die Jugendarbeitenden der Schweigepflicht. Mit dem Einverständnis der Jugendlichen sprechen sie aber auch mit Eltern, bringen zerstrittene Gruppen zusammen oder suchen mit der Schule nach Lösungen. Zeigt sich ein Fall als komplexer, wird in Absprache mit dem Jugendlichen der Kontakt zu einer Fachstelle hergestellt. Für einige Jugendlichen ist die Hemmschwelle gross, sich dort zu melden. So begleiten die Jugendarbeitenden auch mal Jugendliche nach Rücksprache mit deren Eltern zu einer Beratungsstelle, wenn sie das alleine nicht schaffen. Die Jugendarbeitenden haben in den vergangenen Monaten verschiedene Fachstellen persönlich kennengelernt, damit die Vermittlung an die richtige Stelle erfolgen kann.

(* Namen geändert)

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