Nach ihrem ersten Präsidialjahr zog Esther Merkli an der gut besuchten 13. Mitgliederversammlung der Spitex Rohrdorferberg eine positive Bilanz: «Ich durfte ein ar-beitsintensives, lehrreiches Jahr mit Hochs und Tiefs, aber eben auch mit vielen interessanten Erfahrungen und schönen Begegnungen erleben» hält die Niederrohrdorferin in ihrem Jahres-bericht fest.
Die Spitex-Organisationen stehen einmal mehr vor grossen Herausforderungen. Man denke da nur an die Neuordnung der Pflegefinanzierung. Die zweite Lesung zur Teilrevision des Pflegegesetzes ist im Aargauer Grossen Rat im Juni vorgesehen. Es wird sich dann entschei-den, ob ab 2012 Pflegebedürftige eine Kostenbeteiligung leisten müssen.
Zusammen mit den Organisationen von Mellingen und Umgebung sowie Fislisbach-Birmenstorf (insgesamt 12 Gemeinden) sollen Formen der Zusammenarbeit und der Syner-gienutzung erarbeitet werden. Inzwischen haben sich Vertreter der drei Spitex-Organisationen getroffen, um eine gemeinsame Plattform im Bereich Hard- und Software zu schaffen. In die-sem Jahr sind unter anderem die Anschaffung der nötigen Infrastruktur sowie die Schulung aller Mitarbeiterinnen geplant.
Dem Zweck engerer Zusammenarbeit dient auch eine im Auftrag von Baden Regio gegründete Präsidentenkonferenz. Ziel muss es sein, die Dienstleistungen der Spitex-Organisationen unter optimalen Voraussetzungen anzubieten.
Bei der Spitex Rohrdorferberg zeichnet dafür im operativen Bereich die neue Geschäftsleiterin Trinidad Coi (seit 1. Februar 2011 im Amt) verantwortlich. Sie kann auf ein motiviertes Team von 21 Mitarbeiterinnen, die sich insgesamt 9,72 Stellenprozente teilen, zählen.
Wechsel im Ausschuss
Während das Pflegeteam komplett ist, sucht der Ausschuss (sechs Personen) noch immer ein Mitglied. Lukas Fus ist nach seiner Wahl in den Niederrohrdorfer Gemeinderat nach nur weni-gen Monaten Amtszeit im Dezember 2010 zurückgetreten. Er wurde an der Versammlung zusammen mit Vizepräsidentin Agnes Weber, die den Wohnort neu ausserhalb der Verbandsgemeinden hat, verabschiedet. Agnes Weber (früher Oberrohrdorf) hat während neun Jahren in verschiedenen Bereichen (unter anderem im Personalwesen) kompetente Arbeit geleistet. Dafür gab es auch lobende Worte vom Oberrohrdorfer Gemeinderatsvertreter René Roca. Neuer Vizepräsident wird Markus Gut.
Im vergangenen Jahr sind in den fünf Verbandsgemeinden total 6671 Stunden Leistungen in der Hauswirtschaft (plus 6,7%) und 5536 Stunden im Bereich erbracht worden. In beiden Sparten ist die Tendenz steigend. Am 1. März 2010 wurde, mitgetragen von den Mitarbeiterinnen, der Abenddienst eingeführt. Diese Dienstleistung ist bei unseren Klientinnen auf offene Ohren gestossen, konnten doch bereits für ca. Fr. 50‘000 Stunden Einsätze geleistet werden. Während an die Gemeinden Remetschwil, Bellikon, Niederrohrdorf und Künten in den letzten Jahren in etwa gleichbleibende Stunden verrechnet wurden, zeigt vor allem Oberrohrdorf eine starke Zunahme von Spitex-Leistungen. Im Jahre 2010 konnte auch die Investition in den Stützpunkt abgeschlossen werden. Die von langer Hand vorbereitete Erweiterung hat dem Wachstum des Betriebes geholfen, die Organisation entsprechend anzupassen. Die Jahresrechnung 2010 schliesst nach einer Entnahme von 11 000 Franken aus dem Stalllädelifonds mit 1 024 419 Franken ausgeglichen ab. Das Budget 2011 sieht Ein-nahmen und Ausgaben in Höhe von 1 061 000 Franken vor. Den grössten Brocken machen bei den Ausgaben die Personalkosten aus, die inzwischen beinahe die Millionengrenze erreicht haben. Die Versammlung mit 70 Mitgliedern und 32 Gästen stimmte allen Anträgen ohne Gegenstimme zu.
Am Schluss sorgte Clownfrau «Zibi» vor dem Imbiss in der Zähnteschüür für einen heiteren Abschluss der 13. Mitgliederversammlung. (ri.)