In 6 Tagen fuhren 44 Biker rund 20‘000 km – eindrucksvolle Wasserlandschaft von Saar-Mosel-Rhein durch Rebgebiete – tolle Kameradschaft

SAR Bad Zurzach ist die Abkürzung von Senioren-Allround-Riege. Seit einigen Jahren organisiert deren Leitung eine Radwoche. Am Donnerstag, 18. Juni 15 war es wieder soweit. Im Carmäleon-Parkplatz in Rekingen verluden 44 velohungrige Junggebliebene ihr Gepäck und ihre Fahrräder und ab ging es in Richtung Saarbrücken. Das Ziel war Saar, Mosel und Rhein. Einzig ein grauer Rucksack, in dem sich aber wichtige Unterlagen befanden, wurde am Ziel nicht gefunden. Es blieb bis zum Schluss das grosse Geheimnis.

Am Freitag ging es in 5 Gruppen los. Durchschnittlich waren rund 75 km pro Tag geplant. Je nach Routenwahl ergaben sich aber leicht unterschiedliche Distanzen. Die Tagesziele waren klar vorgegeben, die Zwischenhalte und die kulturellen Stopps lagen in der Kompetenz der einzelnen Gruppen. Die Tagesziele waren Mettlach – Trier – Mülheim – Senheim – Koblenz – Bingen.

Die eindrücklichsten Erlebnisse waren die Hilfsbereitschaft und gute Laune innerhalb der Gruppen. Dort wurde auch bestimmt, was zusätzlich besichtigt wurde. So waren eindrucksvoll die Kohleabbaugebiete im Saarland, die teils steilen Weinanbaugebiete an der Mosel (welche sogar per Helikopter gespritzt wurden), die schönen Stadt- und Dorfkerne aus dem Mittelalter sowie die recht gut ausgebauten Radwege. Beeindruckend waren der Aussichtspunkt Cloef, der hart erarbeitet werden musste, aber ein eindrucksvolles Bild der Saarschlaufe zeigte - die Stadtbesichtigung des nach dem 2. Weltkrieg restaurierten und wieder aufgebauten Stadtkerns von Trier per Rad – der Besuch von Villeroy ¬ Boch, welches das Herz der Frauen schneller schlagen liess – das historische Zentrum des alten Städtchens Saarburg – der wunderschöne Marktplatz mit den charakteristischen Riegelbauten von Traben-Trarbach – die kurzfristig organisierte Weindegustation (wieso müssen diese am morgen früh angesetzt werden, wo man noch keine Lust auf Wein hat?) und der sagenumwobene Loreleyfelsen.

Etwas müde, aber zufrieden mit der erbrachten Leistung, wurde in Bingen für den Heimtransport verladen. Viele schöne Erlebnisse und keine nennenswerte Unfälle werden in Erinnerung bleiben. Zu wünschen wäre, dass Petrus uns etwas schöneres und wärmeres Wetter beschert hätte. Diese schönen Ferien waren nur möglich dank einer optimalen Vorbereitung und Betreuung. Unser Dank gilt dem Organisator Paul Graf und deren 5 Leitern Anita, Hans, Rolf, Kurt und Bruno. Alle Teilnehmer freuen sich auf das nächste Jahr, und hoffentlich auf eine Fortsetzung der SAR-Velowochen.

Auflösung des Geheimnisses: Der verschollene Rucksack fand sich nach der Rückkehr in Rekingen, vollständig, aber mit leerem Handyakku!

B. Vögele