Rietheim

Mit Astrid Andermatt den Aargau erleben

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Es hat sich herum gesprochen: Mit Astrid Andermatt wandern, lohnt sich in jedem Fall. Rund 30 Personen folgten ihrer Einladung in die neue Auenlandschaft bei Rietheim. Sie wurden belohnt mit einem schönen Naturerlebnis sowie den kompetenten Ausführungen von Thomas Urfer und Nationalratskandidatin Astrid Andermatt.


Es war die dritte Auenwanderung, die Astrid Andermatt anbot, diesmal in ihrer Heimat Zurzibiet. Persönlich wie politisch ist ihr das Gebiet von Rietheim bis Koblenz entlang des Rheins bestens bekannt. Eine bunte Gesellschaft fand sich für die geführte Wanderung ein, verstärkt durch eine Gruppe von SPD-Parteikolleginnen und -kollegen aus dem benachbarten Waldshut-Tiengen. Mit dabei war auch Max Chopard, Nationalrat aus Untersiggenthal, Freund und politischer Genosse von Astrid Andermatt.
Abgepumptes Grundwasser und Lachsaufzucht
Da wunderten sich manche Exkursionsteilnehmer: Seit Jahrzehnten wird das Grundwasser unterhalb der Rietheimer Landwirtschaft abgepumpt und gelangt dann als Trinkwasser von bester Qualität in den Dorfbach von Rietheim. Seit Jahren setzt der Fischereiverband,in diesem sauberen Wasser Lachsfrischlinge ein, die dann Richtung Nordsee streben - in der Hoffnung, dass irgendwann einer der Jungen zurückkehrt, um zu laichen. Schnell entwickelte sich die Diskussion über den Sinn einer solchen Pumpe, Energieverbrauch, verbunden natürlich mit der Hoffnung, dass es tatsächlich eines Tages heisst: Ausgewachsene Lachse in Rietheim gesichtet!
Neue Rheinauen in Rietheim - kurz vor der Realisierung
Gespannt lauschten man die Ausführungen von Thomas Urfer, welch langer Weg zurück zu legen war bis zum heutigen Projekt: Rietheimer Auen, das grösste Renaturierungsprojekt von Auen in unserem Kanton, vergleichbar mit demjenigen in Rupperswil. Erwähnens- und lobenswert: Trotz der Ablehnung des Golfplatzes durch die Bad Zurzacher-Bevölkerung war die Thermal AG bereit, Land mit Pro Natura abzutauschen zugunsten der neuen Rietheimer Auen. Astrid Andermatt steuerte den politischen Teil bei: Die Festsetzung des Gebietes als Auenschutzgebietes in Rietheim, erfolgreiche und erfolglose Vorstösse für eine extensive Nutzung der umgebenden Landwirtschaftsfläche. Thomas Urfer und Astrid Andermatt zogen Fazit: Der zwanzigjährige Einsatz hat sich gelohnt!

Ein Bijoux für die Region
Mit dem gut durchdachten Konzept wird einerseits das neue Auengebiet als Naherholungsgebiet und für Naturfreunde erschlossen, andererseits bleiben geschützte Kernzonen unzugänglich und nur der Natur vorbehalten. Neue Wege und Brücken erschliessen das Gebiet touristisch, andere Strassen und Brücken werden abgebrochen. Pro Natura rechnet mit einem Baubeginn 2012/13.
Letzte freifliessende Strecke des Rheins
Wie der Rhein wohl früher flussab freien Verlauf hatte, konnten die Exkursionsteilnehmer und -teilnemehrinnen eindrücklich entlang des Koblenzer Laufens wahrnehmen. Die Katarakte an diesem Ort waren einst gefürchtet von den Flössern entlang des Rheins. Obwohl der Rhein von Schaffhausen bis Basel bereits elf Staustufen aufweist, gab es Bestrebungen, auch in Koblenz ein Flusswasserkraftwerk zu erstellen. Thomas Urfer wies auf erste Bauten aus den Nachkriegszeiten hin, die nun in Fluss und Uferurwald verschwinden.
Gelungener sozialer Anlass
Fast alle Teilnehmenden fanden sich am Endpunkt der Wanderung ein - der Pizzeria Al Stazione - in Koblenz. Und es wurde diskutiert - über die Grenze hinweg, über die Politik in Aarau und Bern, über die Betroffenheit der Teilnehmenden. Für alle war klar: Das war ein toller Sonntag mit Astrid, und klar schreiben wir Astrid Andermatt und Max Chopard auf unseren Wahlzettel.(eku)

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