Oberentfelden

MGO und Entfelder Sänger konzertierten gemeinsam

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Erfreut über die voll besetzten Kirchenbänke zeigte sich die Präsidentin der MGO Heidi Wittwer

in ihrer Begrüssung zum voradventlichen Konzert, welches die Zuhörer auf eine Reise in frem- de Galaxien führen soll, wo es  Meteoriten, Planeten und Sternenkriege gibt. Kompetent  und gewürzt mit einer Prise Humor führte Karl-Friedrich Barthel durch das abwechslungs- reiche Programm. Eröffnet wurde der Abend durch die MGO unter ihrem Dirigenten Markus Geiser mit „2001-A Space Odyssey“ von Richard Strauss, welcher damit das dichterisch-philosophische Werk Friedrich Nietzsches  „Also sprach Zarathustra“ vertonte. Ihm folgte „Jupiter’s Theme“ vom englischen Komponisten Gustav Holst.  Das Werk ist eines der far-benreichsten Beispiele innerhalb  der Orchesterliteratur des 20.Jh. Die  prachtvolle Film- musik aus “Star Wars“, komponiert von John Williams und arrangiert von Steve Sykes, war eine Herausforderung für die Bläser der MGO, welcher sie unter der präzisen Leitung ihres Dirigenten  voll gerecht wurden. Nach „Armageddon“ von Gragson Williamson  hörte sich  „Band of Brothers“ (wir waren wie Brüder) fast hymnenhaft, mitreissend, aber auch zärtlich an.

Im zweiten Teil traten unter der Leitung ihres Dirigenten  Jonas Herzog (Entfelder Sänger)  die MGO und die Entfelder Sänger gemeinsam auf. Begleitet wurden sie von Thomas Jäggi (Piano/Orgel), der mit viel Einfühlungsvermögen  und Bravour seine Parts gestaltete. Aus dem Brodway-Klassiker „West Side Story“, einer modernen Version von „Romeo und Julia“ von  Leonard Bernstein,  kamen die Zuhörer in den Genuss der eindringlichen  Melodie von „Somewhere“. In der Folge berührte der Chor mit Klavierbegleitung von Thoms Jäggi mit       „ I like to be in America,“ wo es um die Frage geht, ob nun San Juan oder Amerika schöner sei. Jede Gruppe bringt hier rhythmisch unterschiedlich ihre Argumente ein. „One Hand, one Heart“ ist ein Aufruf, die Herzen zu öffnen, und dem Wunsch nach einem friedlichen Zusam- menleben. Das Tenorsolo, gesungen vom Entfelder Sänger Wolfgang Stallnig, verlieh diesem Song eine berührende Innigkeit. Mit dem letzten Stück „Jingle bells“ folge die MGO und die Entfelder Sänger wieder dem Stern der Sterne, d.h. dem Weihnachtsstern, und komme so- mit  zurück auf den Boden der Realität, schmunzelte Moderator Karl-Friedrich Barthel ver- bunden mit der Hoffnung, dass zur Weihnachtszeit Träume in  Erfüllung gehen. Vom Klat- schen, so Barthel, rate er in diesem Stück jedoch ab, denn auch hier finde ein Rhythmus- wechsel zwischen 4/4 und 7/8 Takt statt. „Dies bedeutet, dass entweder ihr als Publikum aus dem Rhythmus fällt, oder ihr uns aus dem Takt werft.“ Dem lebendig vorgetragenen „Jingle bells“ als Schlusspunkt war wiederum viel Applaus beschieden, welchen die Musizierenden mit dem Gefangenenchor aus Verdis „Nabucco“ verdankten. Der anschliessend offerierte Apéro liess den Sonntagabend auch im Gaumen genüsslich ausklingen.

Bruno Treier

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