Mettauertal

Mettauertal: Senioren reisten in die Innerschweiz

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Text und Fotos Robert George Kroese

148 waren es an der Zahl, die Senioren eingeladen vom Gemeinderat Mettauertal. Da es am morgen früh noch genieselt hatte, waren die meisten Damen und Herren mit einem Regenschirm gewappnet. Unnötigerweise, denn der ganze Tag zeigte sich nur strahlend blau.

Mit drei Cars der Firma Eurobus führte der Weg zuerst nach Luzern ins Hotel National welches über einen genügend grosser Saal verfügt, sodass alle mit Kaffee und Gipfeli verpflegt werden konnten. Reiseleiter und „noch Gemeinderat“ Christoph Rutschmann informierte über den Tagesablauf: zuerst eine geführte Wanderung in 20-er Gruppen durch Luzern. Zur Auswahl standen Gruppen mit normaler Geschwindigkeit und einige für die gemütlicheren Wanderer.

Die Führer und Führerinnen von Luzern Tourismus vermittelten viel Wissenswertes: wieso liegt die wichtigste Kirche (Hofkirche) nicht im Stadtzentrum sondern eher abseits? Grosse Flächen wo z.B. jetzt das Hotel „National“ steht waren im Mittelalter moorbedeckt. Aus dem gleichen Grund überquert die Kappelbrücke (im Jahr 1300 als Teil der Befestigungsanlagen gebaut) im schrägen Lauf die Reuss.

Die Kappelbrücke fiel in der Nacht auf den 18. August 1993 einer Feuersbrunst zum Opfer. Sie wurde bereits weitgehend restauriert, ist aber noch wegen Bauarbeiten teils gesperrt. Auch sehenswert ist der Weinmarkt, wo die Luzerner 1332 den eidgenössischen Bund mit Uri, Schwyz und Unterwalden beschworen haben. Der Weinmarkt war früher ein wichtiger Umschlagplatz für Wein von Nord nach Süd und umgekehrt.
Zum Schluss noch dies: Der Hausberg von Luzern der Pilatus hiess im Mittelalter Mons Fractus (gebrochener Berg).

Engelberg war das nächste Ziel der Reise. Im Restaurant „Wasserfall“ liess sich die Gruppe das Menü bestehend aus Kürbissuppe, hausgemachtem Hackbraten und gebrannter Crème munden. Gestärkt wurde alsdann das Benediktinerkloster Engelberg „in Angriff genommen“. Es prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahre 1120. Mehrere Begleiter und Begleiterinnen führten durch das imposante Gebäude. Bruder Thomas erzählte Geschichtliches und Jetziges in der wunderschönen barocken Kirche. Hier wohnen noch 20 Mönche die teilweise noch Lehrtätigkeiten ausüben.
Das Fach Chemie wurde dem Kloster 1729 zum Verhängnis. Der zuständige Mönch lehrte wie Feuerwerk hergestellt wird. Beim Test des Projektils trieb es ein starker Föhnsturm aufs Schindeldach und Feuer zerstörte das Gebäude weitgehend.

Zum krönenden Abschluss gab es ein brillantes Orgelkonzert. Mit u.a. einer Toccata von Charles-Marie Widor zeigte der Organist sein gewaltiges Können und den enormen Umfang der Orgel (9097 Pfeifen, 137 Register, 4 Manuale und Pedal).

Anschliessend wurde zufrieden die Heimreise angetreten.

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